Verbrechen
Gotteshaus geschändet
Aus einer Kirche im Erzbistum Köln ist ein Ziborium mit konsekrierten Oblaten unbekannten Kirchenräubern und Hostienschändern in die Hände gefallen.
(kreuz.net, Köln) In der St. Agneskirche im rheinischen Eitorf ist ein Tabernakel mit dem Allerheiligsten gestohlen worden. Einbrecher hatten das mit Silberblech verzierte Gehäuse und das darin befindliche Ziborium am vergangenen Donnerstag gestohlen.

Eitorf liegt ca. 50 Kilometer südostlich von Köln.

Die ehemalige Klosterkirche St. Agnes liegt neben einem Altenheim, das in den alten Konventsgebäuden untergebracht ist. Das Risiko erwischt zu werden, war deshalb gering.

Pfarrer Alexander Lubomierski: „In anderen Fällen lassen die Diebe das Allerheiligste zurück. Doch hier ist das offiziell Kirchenraub.“ Der Kölner Diözesanpriestser bittet die Diebe, die konsekrierten Hostien an einer katholischen Kirche abzulegen, damit sie gefunden werden können.

Über die Hintergründe meint der Geistliche: „Das sind meiner Meinung nach Profis gewesen.“ Einen satanistischen Hintergrund schloß er dadurch aus.

Eine Seitentür war ausgehebelt worden. Es wurden auch Kerzenleuchter und ein jahrhundertealtes Weihwassergefäß gestohlen.

Der Pfarrer zeigte sein Unverständnis über den Diebstahl, da der Tabernakel einen recht geringen Metallwert besäße.

Trotz des sakrilegischen Vorgangs werden die Gottesdienste wie gewöhnlich stattfinden.