12:22:01 | Samstag, 1. April 2006
Verbrechen
Gotteshaus geschändet
Aus einer Kirche im Erzbistum Köln ist ein Ziborium mit konsekrierten Oblaten unbekannten Kirchenräubern und Hostienschändern in die Hände gefallen.
(kreuz.net, Köln) In der St. Agneskirche im rheinischen Eitorf ist ein Tabernakel mit dem Allerheiligsten
gestohlen worden. Einbrecher hatten das mit Silberblech verzierte Gehäuse und das darin befindliche Ziborium
am vergangenen Donnerstag gestohlen.
Eitorf liegt ca. 50 Kilometer südostlich von Köln.
Die ehemalige
Klosterkirche St. Agnes liegt neben einem Altenheim, das in den alten Konventsgebäuden untergebracht
ist. Das Risiko erwischt zu werden, war deshalb gering.
Pfarrer Alexander Lubomierski: „In anderen Fällen
lassen die Diebe das Allerheiligste zurück. Doch hier ist das offiziell Kirchenraub.“ Der Kölner Diözesanpriestser
bittet die Diebe, die konsekrierten Hostien an einer katholischen Kirche abzulegen, damit sie gefunden
werden können.
Über die Hintergründe meint der Geistliche: „Das sind meiner Meinung nach Profis gewesen.“
Einen satanistischen Hintergrund schloß er dadurch aus.
Eine Seitentür war ausgehebelt worden. Es wurden
auch Kerzenleuchter und ein jahrhundertealtes Weihwassergefäß gestohlen.
Der Pfarrer zeigte sein Unverständnis
über den Diebstahl, da der Tabernakel einen recht geringen Metallwert besäße.
Trotz des sakrilegischen
Vorgangs werden die Gottesdienste wie gewöhnlich stattfinden.