Montag, 3. April 2006 08:52
kreuzmeldungen
Heute schon gefastet? + Das Konzil war innovativ + Erweiterungen zum Alten Meßbuch + Laptop und Handy + Dreckkübel über die Christen
Heute schon gefastet?

Vatikan. Papst Benedikt XVI. hat beim gestrigen Angelusgebet auf dem Petersplatz dazu aufgerufen, heute und morgen für den Frieden im Irak zu fasten und zu beten. Der Heilige Vater schloß sich damit dem Appell des Oberhaupts der chaldäischen Kirche im Irak, Patriarch Emmanuel Delly, an.

Das Konzil war innovativ

Italien. Der Oberrabbiner von Rom, Riccardo Di Segni, und der Präsident der jüdischen Gemeinde von Rom, Leone Paserman, verfaßten zum ersten Todestag von Papst Johannes Paul II. eine Grußbotschaft. Die Besuche des verstorbenen Papstes in der Synagoge von Rom, an der Jerusalemer Klagemauer und der dortigen Holocaust-Gedenkstätte hätten ebenso wie zahlreiche andere Gesten den Respekt zwischen „beiden Glaubensgemeinschaften“ gefördert: „Dank seines Werks ist die innovative Botschaft des Konzils gegenüber den Juden auf wirksame Weise umgesetzt worden.“

Erweiterungen zum Alten Meßbuch

Frankreich. Französische Benediktiner arbeiten gegenwärtig – angeblich mit dem Einverständnis des Papstes – an einer Neuausgabe des Alten Meßbuchs. Das Gerücht veröffentlichte der australische Weblogger ‘Dominicanus’ am Mittwoch unter Bezugnahme auf eine ungenannte, zuverlässige Quelle. In dem neuen Alten Meßbuch sollen angeblich Heiligentage und Präfationen aus dem reformierten Meßbuch von 1969 ergänzt werden.

Laptop und Handy

„Laptop und Handy haben in meinem Leben alles verändert. Ich bin nicht mehr so örtlich gebunden. Als Pfarrer einer Gemeinde mit über 11.000 Menschen ist es wichtig, daß die Leute die Möglichkeit haben, mit mir in Kontakt zu treten, wenn sie mich brauchen. Es ist wichtig für mich zu wissen, daß ich erreichbar bin. Ich bekomme täglich etwa 50 Telefonanrufe und etwa 200 E-mails. In einer Gemeinschaft dieser Größe bin ich täglich darum bemüht, Prioritäten zu setzen. Ich entscheide, was wichtig ist, was Leben und Tod betrifft, und was bis morgen warten kann. Ich liebe das. Ich empfinde das nicht als eine Belastung. Das ist ein Segen.“

Hw. Charles C. McCourt, Pfarrer von Appalachia in der Diözese Arlington in einem Gespräch mit der US-Tageszeitung ‘The Connection’.

Dreckkübel über die Christen

Deutschland. Ab dem 3. Mai will ein TV-Kanal in Deutschland einen Hetzfilm gegen Papst und Kirche ausstrahlen. Dagegen meldete sich kürzlich auch der Vorsitzende der evangelischen ‘Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis’ in Bayern, Andreas Späth, zu Wort. Späth teilte den Verantwortlichen des Senders mit, daß er die Herabsetzung der Religion für äußerst geschmacklos halte. Es sei „höchst befremdlich, daß man auf den Islam – wohl wegen seines latenten Gewaltpotentials – bis zur Selbstverleugnung Rücksicht nimmt, während man über Christen permanent Dreckkübel ausgießt – wohlwissend, daß man es sich hier trauen kann“. Späth kündigte einen Boykott der im Umfeld von Popetown werbenden Firmen an.

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