11:48:31 | Freitag, 7. April 2006
Christen sind jene Menschen, die man jederzeit dumm hinstellen kann, wobei dann ihre einzige Reaktion darin besteht, noch dümmer aus der Wäsche zu gucken. Von Dr. Alfons Adam.
(kreuz.net) Mir ist eine Information zugekommen, daß am Karfreitag, dem 14. April 2006, um 19.00 Uhr
in Salzburg – wieder einmal – eine ganz krasse Verhöhnung unseres Glaubens geplant ist.
Eine nackte
Frau am Kreuz soll in einer Art Prozession von der Franziskanerkirche zum Nonntal begleitet werden.
Die
Rede ist auch von einem stark rhythmisierten sogenanntes Stationendrama, das mit einem choreographischen
Szenario mit anschließender Kreuzigungsfeier daherkommt. Dabei kreuzen offenbar auch Heilsprediger, Heilsfinder,
Wunderheiler und Siegheiler auf.
Praktisch sieht das offenbar so aus, daß ein Trommel-Rhythmus die Gesellschaft
vorantreiben und ein Sprecher dabei das kommende Reich verkünden wird.
Wieder einmal wird die Verhöhnung
des christlichen Glaubens mit dem üblichen Künstlerkauderwelsch kaschiert. Und weil wir Christen nicht
wirklich etwas dagegen unternehmen, werden die Gemeinheiten immer schlimmer.
Ich habe bei der Staatsanwaltschaft
Salzburg Strafanzeige wegen des Versuches der Herabwürdigung religiöser Lehren nach Paragraph 188 des
Österreichischen Strafgesetzbuches erstattet.
Bei dieser Gesetzbestimmung kommt es darauf an, daß eine
Person oder Sache, die den Gegenstand religiöser Verehrung bildet, auf eine Art und Weise herabgewürdigt
und verspottet wird, die geeignet ist, berechtigtes Ärgernis zu erregen.
Bis jetzt wurden solche Strafanzeigen
in Österreich mit Regelmäßigkeit nicht behandelt. Begründung: Es gäbe kein berechtigtes Ärgernis.
Es liegt daher an uns, der Staatsanwaltschaft zu beweisen, daß von Ärgernis sehr wohl zu sprechen ist.
Es sollten darum weitere Strafanzeigen erstattet werden.
Auch an die Staatsanwaltschaft gerichtete Protestschreiben
und Unterschriftenlisten sind hilfreich.
Ich selber bin ab sofort wegen einer Osterpilgerreise nicht
erreichbar. Meine Kanzlei ist
jedoch durchgehend besetzt.
Wir sollten uns die Osterfreude trotz solcher
Vorkommnisse nicht verderben lassen.
Dr. Alfons Adam ist Rechtsanwalt in Neulengbach bei St. Pölten
und Präsident der Bewegung für Menschenrecht auf Leben ‘Pro Vita’.