Dienstag, 2. Mai 2006 11:07
Kämpft ‘Amnesty international’ gegen die Menschenrechte?
Eine Organisation, die bisher zugunsten der Menschenrechte kämpfte, will in einer dramatischen Wende jetzt eine Kampagne beginnen, um die Folter und Vernichtung einer ganzen Generation einzuleiten und zu rechtfertigen.
(kreuz.net, Toronto) Die internationale Gefangenen- hilfsorganisation ‘Amnesty international’ will in Zukunft das Menschenrecht auf Leben bekämpfen.

Das berichtete die jüngste Ausgabe des ‘Friday Fax’, das vom ‘Katholischen Familien- und Menschenrechtsinstitut’ publiziert wird. Das Institut arbeitet auf der Ebene der Bewußtseinsbildung bei der UNO und anderen politischen Institutionen.

Konkret geht es um die Tötung von Kindern vor ihrer Geburt. Bislang erklärte sich ‘Amnesty’ bezüglich dieser Frage offiziell ohne Meinung. Man nehme keine Position dazu ein, ob Frauen ein „Wahlrecht“ auf die Tötung ihrer ungeborenen Kinder hätten oder nicht.

Das soll sich nun ändern.

Bei einer Weltkonferenz im August in Mexiko will man entscheiden, ob die Organisation ihre Politik in der Frage der Kinderabtreibung ändern will.

Bereits im Jahr 2005 hatte der sogenannte Menschenrechtsverein damit begonnen, seine Mitglieder über ihre Meinung zur Kinderabtreibung zu befragen.

Dazu gab es im letzten Juli auch ein Seminar, bei dem ‘Amnesty’ als Referenten nur kinder- und familienfeindliche Abtreibungspropagandisten einlud. Unter den Anwesenden befand sich sogar eine frühere Vorsitzende des berüchtigten internationalen Abtreibungsunternehmens ‘Planned Parenthood’.

Jetzt sollen sich die insgesamt mehr als eine Million Mitglieder mit Vorschlägen für ein sogenanntes Recht auf Abtreibung befassen.

Ein vorgelegtes Programm will die Abtreibung grundsätzlich „entkriminalisieren“ und ein sogenanntes Recht auf Kinderabtreibung bei Vergewaltigung oder bei einer – heute kaum mehr bestehenden – Lebensgefahr für die Mutter festschreiben.

Gleichzeitig möchte der von ‘Amnesty’ vorgelegte Vorschlag das medizinische Personal zur Mitwirkung an Kinderabtreibungen zwingen – auch dann, wenn eine Mitarbeit aus Gewissensgründen verweigert wird.

Das vorgeschlagene Programm würde auch die Regierungen in die Pflicht nehmen. Sie sollten dafür sorgen, daß der Zugang zu sogenannten sexuellen und reproduktiven Gesundheitsdiensten – im Klartext: Kinderverhütung und die Kindertötung – nicht verneint oder beschränkt werde.

Außerdem müßten die Regierungen in dem von ‘Amnesty’ diskutierten Vorschlag angebliche „Mißbräuche“ in bezug auf die genannten Gesundheitsdienste – sei es von Privatpersonen oder Organisationen – bestrafen.

Lebens- und Menschenrechtler protestieren weltweit gegen die jüngste Entwicklung.

Eine Menschenrechtsorganisation müsse sich zuerst dem Grundrecht auf Leben aller Menschen in allen Lebensabschnitten verpflichtet wissen.

Sobald fundamentale Menschenrechte beschnitten würden, treibe sich eine Menschenrechtsvereinigung selber ab.
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