Dienstag, 2. Mai 2006 08:06
kreuzmeldungen
Lehrer, Denker, Grübler + Tödlicher Trend + Geschichtsverwirrungen? + Chinesische Organspender + Liebe aus dem Automat
Lehrer, Denker, Grübler

USA. Das US-Magazin „Time“ veröffentlichte eine Liste mit den hundert einflußreichsten Menschen der Welt. Unter ihnen befinden sich auch vier Deutsche: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Papst Benedikt XVI., Fußball-Legende Franz Beckenbauer und DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche. Über den Papst schreibt das Magazin, er sei ein „Lehrer, Denker, Grübler mit Tiefgang“. Benedikt XVI. habe zwar nicht das Charisma seines Vorgängers. Er werde jedoch wegen seiner gehaltvollen Ansprachen geschätzt.

Tödlicher Trend

Niederlande. Die Zahl der euthanasierten Kranken ist in den Niederlanden von 1886 gemeldeten Tötungen im Jahr 2004 auf 1933 im letzten Jahr gestiegen. Das geht aus dem Jahresbericht der zuständigen Überwachungskommissionen hervor, der am Donnerstag in Den Haag veröffentlicht wurde. Die Dunkelziffer wird laut dem ‘Deutschen Ärzteblatt’ doppelt so hoch geschätzt. Die meisten Tötungen wurden in den eigenen vier Wänden der angeblichen Lebensmüden durchgeführt.

Geschichtsverwirrungen?

Heiliges Land. Der Franziskaner-Custos im Heiligen Land, Pater Pierbattista Pizzaballa, sprach am Freitag in der Universität Tel Aviv zum Thema ‘Die Kirchen und der Holocaust’: Dabei stellte er auch die Frage, warum die Kirche angeblich damit scheiterte, das Gewissen „der“ Gläubigen so zu formen, daß sie eine Mittäterschaft an der Vernichtungsmaschine der Nazis verweigert hätten? Pater Pizzaballa kann sich nicht gegen den schrecklichen Gedanken wehren, daß Jesus – hätte er während des Holocaust gelebt – zum selben Schicksal verdammt gewesen wäre wie das jüdische Volk – ebenso wie seine Mutter, seine Familie und seine Jünger. Parallelen zur Ausbreitung des ungezügelten Antiklerikalismus, Kommunismus oder des antikatholischen Haßfilms ‘Sakrileg’ in katholischen Ländern zog der Franziskaner keine.

Chinesische Organspender

China. Der Internet-Nachrichtendienst ‘Epoch Times’, der von New York aus publiziert wird, hat aufgrund von Recherchen bestätigt, daß chinesische Häftlinge speziell zu dem Zweck umgebracht werden, um als Organspender zu dienen. In Chinas Gefängnisse werden jährlich rund 15.000 Häftlinge exekutiert. Viele Gefangene sind aus politischen oder religiösen Gründen in Haft.

Spielzeug für japanische Pensionisten
Spielzeug für japanische Pensionisten
Liebe aus dem Automat

Japan. Japanische Spielzeugproduzenten haben festgestellt, daß der Kindermangel nicht nur für das Land, sondern auch für die einheimische Wirtschaft eine Bedrohung darstellt. Aus diesem Grund haben sie sich eine neue Zielgruppe gesucht: Ältere Menschen, besonders Frauen ab 60. Für sie werden Sprechpuppen vom Gewicht eines neugeborenen Kindes produziert. Die Puppe sagt ihrer Besitzerin, wie sehr sie sie liebe und begrüßt sie, wenn sie nach Hause kommt.
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