Sonntag, 7. Mai 2006 14:58
Was nützt ein Schuldeingeständnis ohne eindeutige Konsequenzen?
Das Bistum Fulda hat sich endlich von der kinderfeindlichen Organisation ‘Pro Familia’ distanziert. Im übrigen scheint alles beim Alten zu bleiben. Ein Kommentar von Sabine von Mühl.
Propagandamaterial von 'pro familia', überschrieben mit dem Titel "Liebe, Sex und…"
Propagandamaterial von ‘pro familia’, überschrieben mit dem Titel „Liebe, Sex und…“
(kreuz.net) Offenbar fungiert die ‘Fuldaer Zeitung’ als Hofberichterstatter des Bistums Fulda. Denn – mit Ausnahme von der ‘Tagespost’ – findet sich die Absage der Diözese Fulda an die kinderfeindliche Organisation ‘Pro Familia’ und eine Entschuldigung des Bistums für die angekündigte Zusammenarbeit nur in diesem Blatt.

Das im Internet unter „Materialien“ verbreitete Programm der „Woche für das Leben“ wurde nicht aus dem Verkehr gezogen – ja nicht einmal korrigiert.

Lediglich der Link auf der Bistumshomepage zu diesen Ankündigungen wurde entfernt.

Von einer mehr als notwendigen Aufkündigung jeder Zusammenarbeit mit ‘Pro Familia’-Veranstaltungen ist nirgends die Rede.

Was nützt ein – erzwungenes – Schuldeingeständnis des Bistums, wenn daraus keine eindeutigen Konsequenzen gezogen werden: Warnung vor der Teilnahme an Veranstaltungen der berüchtigten Abtreibungslobby ‘Pro Familia’ und Streichung im Programm. Dieses lag in schriftlicher Form in den Pfarren des Bistums aus.

Was nützt ein Rückruf, wenn die Veranstaltungen bereits begonnen haben?

Es ist darüber hinaus mehr als unglaubwürdig, daß die „Korrekturleser“ im Fuldaer Generalvikariat sechs Veranstaltungen – nicht fünf, wie die ‘Tagespost’ vom 6. Mai 2006 berichtet – der Pro Familia „überlesen“ haben wollen.

Es scheint auch nur ein Ablenken von eigenen Unzulänglichkeiten zu sein, wenn vom Bistum Fulda nun die Evangelische Gemeinschaft Kurhessen-Waldeck allein verantwortlich gemacht wird.

Auf eine Ökumene solch „unheiliger“ Art kann man problemlos verzichten.
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