Mittwoch, 10. Mai 2006 08:34
kreuzmeldungen
Fatimastatue kommt nach Rom + Ökumenischer Wendepunkt? + Apologie für satirische Leichenschändung + Mannequin andersrum + Falsch gepredigt
Fatimastatue kommt nach Rom

Vatikan. Zum 25jährigen Gedenken an das Attentat auf Papst Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 wird die berühmte Marienstatue von Fatima aus dem portugiesischen Marienwallfahrtsort nach Rom gebracht. Nach Angaben des römischen Pilgerbüros soll die Madonna am Fatimafest im römischen Flughafen landen und dann per Hubschrauber zur Engelsburg gebracht werden. Die Engelsburg liegt unweit des Vatikan. Von dort wird die Statue in einer Prozession für eine Messe auf den Petersplatz getragen. Die Fatimastatue wurde zuletzt im Jahr 2000 nach Rom gebracht.

Ökumenischer Wendepunkt?

Rußland. Benedikt XVI. werde als Papst eines ökumenischen Wendepunktes in die Geschichte eingehen. Das erklärte der russisch-orthodoxe Patriarch von Moskau, Alexij II., vor der italienischen Nachrichtenagentur ‘ANSA’: „Wir erwarten von ihm konkrete Fakten, um die existierenden Schwierigkeiten beizulegen.“ Der vom Papst mehrfach geäußerte Wille zur Verbesserung der Beziehungen mit der orthodoxen Gemeinschaft gebe Anlaß zur Hoffnung.

Apologie für satirische Leichenschändung

Schweiz. Die „Freiheit der Satire“ dürfe durch religiöse Verbote nicht eingeschränkt werden. Mit dieser Begründung wies der ‘Schweizer Presserat’ am Dienstag eine Beschwerde wegen einer Karikatur von Papst Johannes Paul II. in der Westschweizer Tageszeitung ‘Le Temps’ zurück. Die Karikatur zeigte den aufgebahrten Leichnam von Johannes Paul II., eine Schar von Gläubigen und ein Kruzifix. Christus wendet sich vom Kruzifix an die Menge und sagt: „Stört es euch nicht, daß ich da bin?“

Werbung für Berufungen der US-Diözese Rochester
Werbung für Berufungen der US-Diözese Rochester
Mannequin andersrum

USA. Der Mann, der auf einer Werbung für Berufungen von der US-Diözese Rochester zu sehen ist, beteiligte sich im Jahr 2004 an einer Beschwerdekampagne gegen den Vatikan und die US-Bischofskonferenz, weil man dort angeblich eine „gemeine und abscheuliche Sprache“ gegen die homosexuelle Unzucht verwendet hat. Das Bistum Rochester befindet sich im US-Bundesstaat New York im Nordosten des Landes. Der Diözesanbischof gilt als Förderer des Homo-Klerus.

Falsch gepredigt

Saudi Arabien. Ein islamischer Prediger aus der Provinz Asir im Süden Saudiarabiens wurde bestraft, weil er die Freitagspredigt von seinem Laptop abgelesen hat. Der Provinzdirektor für islamische Angelegenheiten und religiöse Stiftungen erklärte vor der saudiarabischen Tageszeitung ‘El Watan’, daß das Vergehen des Imam darin bestehe, den Computer ohne Rücksprache mit anderen Religionsgelehrten verwendet zu haben. Das Strafmaß wurde nicht bekannt.
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