Montag, 22. Mai 2006 09:37
In einem spanischen Dorf veranstalteten antikirchliche Randalierer Saufgelage vor einer katholischen Pfarrei, weil sich der dortige Priester gegen das Homo-Konkubinat geäußert hat.

Mons. Agustin García-Gasco von Valencia
(kreuz.net, Sinarcas) Sinarcas ist ein spanisches Dorf mit 1.200 Seelen in der ostspanischen Provinz Valencia.
Dort wirkt seit eineinhalb Jahren Pfarrer Hw. Javier Abad (34).
Im letzten Sommer kam es im Ort zu einer
schweren Provokation gegen die Kirche.
Bei einem Umzug anläßlich eines Volksfestes veräppelten einige
sozialistische Dorfbewohner die Kirche.
Im Zusammenhang mit der
in Spanien beschlossenen staatlichen
Anerkennung des Homo-Konkubinates inszenierten sie eine „kirchliche Segnung“ für Homosexuelle.
Pfarrer
Abad ließ sich die Provokation nicht bieten und stellte die Verantwortlichen zur Rede. Doch diese nahmen
dem Pfarrer seinen Seeleneifer übel.
Die Situation eskalierte beim Fest des Heiligen Markus am 25. April
dieses Jahres. Zum Festtag veranstaltete die gleiche Gruppe von Provokateuren ein Saufgelage.
Gegen diese
Exzesse verfaßte Pfarrer Abad einen Artikel in der Ortszeitung. In dem Bericht machte er auch die sozialistischen
Verantwortlichen in der Gemeindeverwaltung für Angriffe gegen das friedliche Zusammenleben der Gemeindebewohner
verantwortlich.
Darauf veranstalteten sozialistische Jugendliche ein weiteres Saufgelage – diesmal vor
der Dorfkirche.
Am anschließenden Sonntag darauf demonstrierten die Rädelsführer gegen den Priester.
Dabei wurden einige sozialistische Demonstranten gewalttätig. Pfarrer Abad mußte von der Polizei in
Schutz genommen werden und erstattete Anzeige.
Schließlich griff der Erzbischof von Valencia, Mons.
Agustin García-Gasco (72), ein. Er verhängte über die Pfarrei ein de-facto Interdikt und verbot – aus
Sicherheitsgründen – im Dorf die Feier der Heiligen Messe.
Erzbischof Garcia will das Gottesdienst-Verbot
erst aufheben, wenn sich die sozialistischen Verantwortlichen für schwere Beleidigung der Kirche entschuldigt
haben.
Doch der sozialistische Bürgermeister von Sinarcas hat kein Einsehen: Das Recht auf „freie Meinungsäußerung“
müsse respektiert werden.
Die verhängte Strafe hält der Bürgermeister für übertrieben. Es gebe
viele Alte im Ort und die nächste Kirche befindet sich acht Kilometer entfernt.
Entschuldigen will er
sich nicht. Stattdessen wandte sich Genosse Bürgermeister an den Erzbischof von Toledo und Primas von
Spanien, Antonio Kardinal Cañizares Llovera (60), den er als „guten Freund“ bezeichnete. Doch der Kardinal
richtete dem Bürgermeister aus, daß er über die Provokationen in der Pfarrei erbost sei.
Kardinal
Cañizares stammt aus der Ortschaft und liest dort zweimal jährlich eine Messe.