Dienstag, 23. Mai 2006 08:11
Gottgeweiht, aber säkularisiert + Ein neuer Staatssekretär? + Nur die Benennung will er nicht + Mord auf Staatskosten + Gibson verurteilt Haßfilm
Gottgeweiht, aber säkularisiertVatikan. Papst Benedikt XVI. empfing gestern 1.500 Generalobere der
Männer und Frauenorden. In seiner Ansprache bedankte sich der Heilige Vater für das großherzige Engagement
der Ordensleute. „In der Tat ist die säkularisierte Kultur auch in den Geist und die Herzen nicht weniger
Ordensleute eingedrungen, die das Ordensleben als eine Zugangsform zum modernen Leben betrachten und eine
Weise des Zugangs zur gegenwärtigen Welt.“ Deshalb stehe das geweihte Leben heute in Gefahr, mittelmäßig
zu werden, zu verbürgerlichen und eine konsumistische Mentalität anzunehmen.
Ein neuer Staatssekretär?
Vatikan. Die Sonntagsausgabe der italienischen Tageszeitung ‘Il Messaggero’ kündigt die Ernennung eines
neuen Staatssekretärs für den 10. Juni an. Der Information stammt vom selben Journalisten, der vor zwei
Wochen die
Ernennung von Kurienkardinal Sepe zum Erzbischof von Neapel prophezeite.
Nur die Benennung
will er nichtItalien. Der emeritierte Kurienkardinal Mario Francesco Pompedda (77)
begrüßte ein Vorhaben
der neuen Prodi-Regierung, das Homo-Konkubinat staatlich anzuerkennen. Kardinal Popedda äußerte sich
nach einem Bericht von ‘Radio Vatikan’ in einem Zeitungsinterview. Ein derartiges Homo-Gesetz könne Eigentumsrechte,
Pensionsansprüche und Erbfragen regeln. Gleichzeitig beschwichtigte der Kirchenfürst, daß die Begriffe
„Pakt“ und „Vertrag“ vermieden werden müßten, um jede Gleichsetzung mit dem Rechtinstitut der Ehe auszuschließen.
Mord auf StaatskostenDeutschland. Die Bundesvorsitzende der deutschen Lebensrechtsbewegung ‘Aktion
Lebensrecht für Alle’, Claudia Kaminski, forderte zum Abschluß des 2. Fuldaer Lebensrechtskongresses
am Montag von der Politik konkrete Maßnahmen gegen die unzähligen Kinderabtreibungen: „Es ist absurd,
daß ‘rechtswidrige’ Taten wie die vorgeburtliche Kindstötung jedes Jahr mit Steuergeldern in Höhe von
mehr als 40 Millionen aus den Haushalten der Länder subventioniert werden.“
Gibson verurteilt Haßfilm
„Es beunruhigt mich, daß die Leute das [die vom Haßfilm ‘Sakrileg’ behauptete Ehe zwischen Christus
und Maria Magdalena] als Tatsache hinnehmen werden. Ich bin an sich nicht wütend, daß es alles ablehnt,
was mir heilig ist – die Grundlage meines Glaubes. ‘Sakrileg’ ist als Fiktion ausgeschrieben, aber es
verdreht Fakten auf kluge Weise zu unorthodoxen Theorien, die manchen plausibel erscheinen werden.“
Der
US-Regisseur Mel Gibson laut der Webseite ‘Hollywood.com’ über den antikatholischen Haßfilm ‘Sakrileg’