USA
Bush – der nächste Hitler
Der Ex-Minister, Poet und Ex-Priester Ernesto Cardenal betätigte sich Ende Mai auch als politischer Analytiker.
(kreuz.net, Costa Rica) Der nicaraguanische Schriftsteller und ehemalige Erziehungs- minister, Ernesto Cardenal (82), kritisiert am 29. Mai in Costa Rica die Militärpolitik der USA.

Der suspendierte Priester erklärte, daß US-Präsident George W. Bush „der neue Hitler“ sei. Das berichtete die mexikanische Tageszeitung ‘La Crónica de hoy’.

„So wie Hitler einst der Kriegstreiber war, so ist das jetzt Bush. Es wäre heuchlerisch, das nicht zu sagen“, erklärte der Poet in einer Presserunde in Costa Rica, wo er an einem Internationalen Poesiefestival teilnahm.

Unter seinen Anklagen gegen Präsident Bush, unterstrich der Schriftsteller, daß dieser „sich über aller nationale und internationale Gesetze gestellt hat“. Er forderte von den europäischen Regierungen und der internationalen Gemeinschaft, von den Vereinigten Staaten einen wahrhaften Respekt der Menschenrechte zu verlangen.

„Der größte Staatsterrorismus der Welt geht von den Vereinigten Staaten aus, die
Ernesto Cardenal:
„Der größte Staatsterrorismus der Welt geht von den Vereinigten Staaten aus, die in ihrer Geschichte 216 Staaten überfallen haben“.
in ihrer Geschichte 216 Staaten überfallen haben“ – unter ihnen auch Nicaragua, das Heimatland von Ernesto Cardenal.

Cardenal wies auch auf die verschiedenen Kirchen in den USA hin und bezeichnete sie als „Komplizen und aufgrund ihres Schweigens als mitverantwortlich für die Militäraktionen der US-Regierung.“

Nach Ansicht des Schriftstellers kann der Terrorismus nur mit einer größeren ökonomischen Gerechtigkeit bekämpft werden: „Die einzige Waffe gegen den Krieg ist der Humanismus.“

Zu Lateinamerika erklärte Cardenal, daß es besser wäre, die Initative Venezuelas zu befolgen und vor der Unterzeichnung einer Handelsvereinbarungen mit den USA zuerst einen freien Handel in der Region einzurichten.

Am Tag der Rede erhielt Cardenal ein Doktorat honoris causa der staatlichen ‘Universidad Nacional de Costa Rica’ für seinen „unermüdlichen Kampf für den Frieden und die Gerechtigkeit in der Welt und für sein Leben im Dienste einer Stärkung der höchsten Werte der zentralamerikanischen und lateinamerikanischen Völker insgesamt“, wie der Rektor der Universität, Olman Segura, betonte.

„Kontemplativ und gleichzeitig kämpferisch war das Leben von Ernesto Cardenal ständig dem Kämpf für die Gleichheit geweiht“, unterstrich der Universitätsrat.