Dienstag, 21. Dezember 2004 15:14
Stille Nacht, Verzweiflung wacht…
In der heiligen Weihnacht vernehmen nur noch wenige die Botschaft von der Menschwerdung des Gottessohnes. Die Weihnacht, die ihres Sinnes entleert wurde, wandelt sich in die Nacht der Finsternis und Verzweiflung. Der Grund: Zu hohe Erwartungen an das Weihnachtsfest…
(kreuz.net) Die Weihnacht ohne Christus ist nicht nur eine Zeit der Selbstmorde, sondern auch der Nervenzusammenbrüche, der Alkohol- und Drogenrückfälle und der überbeschäftigten psychiatrischen Notfallstationen und psychotherapeutischen Praxen. Um Weihnachten steigt die Zahl der Suizidversuche um 35%.

Die Weihnacht, die ihres Inhaltes beraubt und zu einem Fest der Emotionen wurde, läßt die Menschen ihre abgrundtiefe Verlorenheit spüren. Weihnachten als Fest der Sinnlosigkeit. Die Konsequenzen sind fatal. In der Weihnachtszeit richten viele Menschen ihre Aggressionen nicht nur gegen sich selbst, sondern auch gegen andere. Ehen und Beziehungen sind in diesen heiligen Tagen besonders anfällig auf Krisen und Konflikte.

Auch in entgotteten Gebieten wünscht man sich für die Weihnachtszeit Frieden und Harmonie. Dabei geht freilich ein Detail aus dem Evangelium in Vergessenheit. Denn in der Weihnachtsnacht waren es Engel, die den Frieden vom Himmel her verkündeten.

Der ‘Friede’ hingegen, den sich entchristlichte Zeitgenossen wünschen, ist ein Phantom menschlicher Wünsche und deshalb ein zerbrechlich Ding. Überrissene Erwartungen an das Weihnachtsfest enden damit leicht in schweren Frustrationen.

Es gibt eben menschliche Erwartungen, die man nur am Christkind selber kühlen kann.
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