Mittwoch, 5. Juli 2006 15:50
Die drei alemannischen Bischöfe haben sich kürzlich in Basel getroffen, um über die Einschläferung von Todkranken zu beraten. Dabei gab es auch makabre Details.

(kreuz.net, Basel) Die Bischöfe von Basel, Freiburg und Straßburg haben sich gemeinsam gegen aktive
Sterbehilfe gewendet.
Das berichtete die Tageszeitung ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ am Dienstag.
Seit mehr als 25 Jahren treffen sich die oberrheinischen Bischöfe zweimal im Jahr zum grenzüberschreitenden
Erfahrungsaustausch – einmal in Basel, einmal in Freiburg, einmal in Straßburg.
„Regio Basilensis“ ist
der offizielle Name des in Westeuropa einmaligen internationalen Zusammenschlusses von Bischöfen. Man
könnte ihn auch als „alemannisches Bischofstreffen“ bezeichnen.
1982 äußerten sich die Bischöfe der
drei Diözesen erstmals gemeinsam. Damals ging es um die Kernenergie.
Am Montag traten der Bischof von
Basel, Mons Kurt Koch (56), der Erzbischof von Straßburg, Mons. Joseph Pierre Dore (69), und der Erzbischof
von Freiburg, Mons. Robert Zollitsch (67), wieder an die Öffentlichkeit.
Ihr Anliegen: „Die Herausforderung
des Sterbens annehmen.“
Hinter diesem Titel verbirgt sich eine kleine Broschüre, die in deutscher und
französischer Sprache erhältlich ist. Die Bischöfe nennen sie ein „gemeinsames Hirtenwort“, wie schon
ihre gemeinsame Verlautbarung „Leben am Oberrhein“ aus dem Jahr 2002.
„Ein Signal, das in die falsche
Richtung weist“, nennen die Bischöfe die gesetzliche Zulassung der Tötung auf Verlangen oder der Beihilfe
zum Selbstmord.
Man sehe in dem Schwerkranken nicht mehr den leidenden Menschen, dem bis zuletzt vorbehaltlos
Annahme, Liebe und Hilfe geschuldet ist.
Der Kranke werde reduziert auf einen „medizinischen Zustand,
der aussichtslos geworden ist und deshalb durch äußeres Eingreifen beendet werden soll“.
Erzbischof
Zollitsch machte den Ernst der Lage mit dem Hinweis klar, daß immer mehr Niederländer ihren Lebensabend
in Alten- und Pflegeheimen in Deutschland verbringen wollten.
Viele niederländische Senioren haben nämlich
Angst, daß sie in den Heimen ihrer Heimat euthanasiert werden.