15:31:27 | Montag, 24. Juli 2006
Es ist zweifelhaft, ob Eltern wissen, was ihren Kindern in den Schulbüchern über den Kopf gegossen wird – und was diese Indoktrinierung für Folgen haben wird. Von Christian L. Schutzer.
(kreuz.net) Vor einiger Zeit sagte die ‘Grüne’ Bundesvorsitzende Claudia Benedikta Roth (51) in einem
Interview anläßlich ihres 50. Geburtstages, daß ihre Eltern bei der Erziehung keinen Wert darauf gelegt
hätten, sie auf Ehe, Familie und Kinder zu orientieren.
Wie man sieht mit Erfolg: Frau Roth tingelt
als Single durchs Leben und spielt bei den jährlichen Propagandaumzügen für sterile Homopaarungen den
Pausenclown.
Auch bei vielen jungen Erwachsenen ist das Bewußtsein für den Wert eines Lebens mit Kindern
erschreckend stark zurückgegangen.
Laut einer Studie der Robert-Bosch-Stiftung will jeder vierte junge
Mann und jede siebte junge Frau keine Kinder mehr.
Das ist sicherlich auch das Ergebnis der Zeitgeistpropaganda
der letzten Jahrzehnte, nach der:
– die Welt sowieso überbevölkert sei,
– eine ökologische Katastrophe
drohe und
– Kinder nur Spaßbremsen hedonistischer Lebensplaner seien.
Auch in der schulisch-öffentlichen
Erziehung wird die Orientierung an dem grundgesetzlich vorgeschriebenen Leitbild von Ehe und Familie seit
Jahrzehnten vernachlässigt – wenn nicht gar umgedreht.
Im Biologieunterricht erklärt man den Schülern
zwar, wie Kinder gezeugt, im Mutterbauch heranwachsen und geboren werden – aber nur als Faktenwissen.
Eine Orientierung auf spätere Familiengründung und Kinderwunsch oder gar eine Bestärkung des Kinderwunsches
findet nicht oder nur am Rand statt.
Im Sexualkundeunterricht kommen Kinder nur unter dem Stichwort „Verhütung“
vor.
Die Bezeichnung „Anti-Baby-Pille“ ist eine treffende Charakterisierung für die Anti-Baby-Propaganda
der öffentlich inszenierten und kontrollierten Meinung.
Familie und Kinder werden dagegen im schulischen
Sozialkundeunterricht behandelt. Dabei wird die kinderreiche Familie früherer Zeiten oftmals schlechtgemacht.
Der gegenwärtige Typ der Kleinfamilie wird gewöhnlich soziologisch-empirisch als problematisch und
konfliktbeladen dargestellt. Eine Orientierung am grundgesetzlich fundierten Leitbild von Ehe und Familie
ist nicht zu erkennen.
Im Gegenteil. Manchmal werden die Schüler einer regelrechten Anti-Propaganda
gegen Familie und Kinder unterworfen.
Im Sozialkundebuch „Politik & Co“ aus dem Buchner-Verlag für 12jährige
werden unter der Überschrift „Familie und Lebensformen heute“ drei Menschentypen vorgestellt, die für
die gegenwärtige Gesellschaft repräsentativ sein sollen.
„Politik & Co“ aus dem Buchner-Verlag
Die Worte
„Hochzeit“ und „Ehe“ kommen bei den dort vorgestellten sexuell normal veranlagten Typen nicht vor. Diese
Begriffe werden ausschließlich der präsentierten sterilen Homo-Paarung zugeordnet.
„Eva, 23 Jahre“,
ist in der Ausbildung wie ihr Freund. „Das Zusammenleben klappt ganz gut und wir sparen eine Menge Geld.
Heiraten und Kinder kriegen? Irgendwann mal schon …“
„Kurt, 30 Jahre: Ich bin gewohnt, das zu machen,
wozu ich Lust habe. Ich tauge einfach nicht für die Familie. Sich immer nach anderen Personen richten
zu müssen, dauernd Kompromisse eingehen, das würde mich ganz krank machen.“
Die Darstellung eines hedonistischen
Egoisten mit Gemeinschaftsallergie – die ja zugleich eine Orientierung für die Schüler bedeutet – ist
in einem Schulbuch ein Skandal.
Die Fähigkeit, in politischen, gesellschaftlichen und persönlichen
Zusammenhängen Kompromisse zu schließen, ist ein fundamentales Lernziel der schulischen und außerschulischen
Erziehung.
Als dritter Menschentyp wird Dennis (25) vorgestellt:
„Ich lebe jetzt schon seit vier Jahren
mit meinem Partner Thomas zusammen. Als das neue Gesetz 2001 kam, haben wir sofort geheiratet. Na ja,
wir haben unsere Beziehung ‘registrieren’ lassen, denn im offiziellen Sprachgebrauch werden die Wörter
Heirat und Ehe ja vermieden. Eingetragene Lebenspartnerschaft heißt unsere Beziehung jetzt offiziell.
Für uns selber war es aber eine Hochzeit, so richtig mit allen Drum und Dran. Das hat für uns viele
Vorteile …“: Krankenversicherung, gemeinsamer Namen etc.
Im Schulbuch kommen die Worte „Hochzeit“ und
„Ehe“ bei den vorgestellten sexuell normal veranlagten Typen nicht vor. Sie werden ausschließlich der
sterilen Homo-Paarung zugeordnet.
So versucht man in den Schulbüchern schon bei den 12jährigen, Propaganda
zu machen und Sympathie für die grundgesetzwidrige ‘Homo-Ehe’ zu wecken.