Mittwoch, 26. Juli 2006 08:45
kreuzmeldungen
Der demütige Weg zum Sieg + Medjugorje unter Beobachtung + Den Falschen beleidigt + Zwang zur Kinderabtreibung + Damit die Apologeten des Krieges sehen, wofür sie stehen
Der demütige Weg zum Sieg

Italien. Das Kreuz siege durch Liebe – das erklärte Benedikt XVI. bei einem Buß- und Gebetsgottesdienst für den Frieden im Nahen Osten. Die Andacht fand in einer Pfarrkirche wenige Kilometer vom päpstlichen Urlaubsort Les Combes entfernt statt. Der Heilige Vater betonte, daß Gewalt durch Liebe bis zum Tod beantwortet werden müsse. Das sei der demütige Weg Gottes zum Sieg. Das Netzwerk der eucharistischen Gemeinschaft überschreite kulturelle Differenzen. Das sei die Kraft des Friedens in der Welt.

Medjugorje unter Beobachtung

Bosnien. Die geplante Untersuchungskommission für den angeblichen Marienerscheinungsort Medjugorje wird ihre Arbeit nicht vor September beginnen. Das erklärte der Vorsitzende der bosnischen Bischofskonferenz, Viko Kardinal Puljic von Sarajevo, vor der US-Nachrichtenagentur ‘CNS’. Gegenwärtig erwartet der Kardinal von der Glaubenskongregation Vorschläge für die personelle Besetzung des Gremiums. Die Leitung wird bei den Bischöfen Bosniens liegen.

Den Falschen beleidigt

Schweiz. Im Februar verteilte ein 47jähriger Schweizer Flugblätter, die Mohammed als Pädophilen darstellten und das Tolerieren von Kinderschändung als Teil der islamischen Kultur bezeichneten. Darauf wurde der Mann wegen Diffamierung, Drohung, Nötigung und Rassendiskriminierung verklagt. Das Gericht in der nordwestschweizer Stadt Freiburg verurteilte den 47jährigen nun zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von drei Monaten. Das gab das Gericht am Montag bekannt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Zwang zur Kinderabtreibung

Österreich. Am Donnerstag bedauerte die Lebensorganisation ‘Jugend für das Leben’ das jüngste Urteil des Obersten Gerichtshofes von Österreich, in dem ein Gynäkologe für die Geburt eines behinderten Kindes haftbar gemacht wird. Die Entscheidung bedeute, daß ein Arzt dafür hafte, wenn ein Kind nicht getötet werde: „Das Fatale daran ist, daß Ärzte gezwungen werden, im Zweifelsfall zu einer Abtreibung zu raten auch wenn das gegen ihr Gewissen verstößt“ – so die Pressesprecherin der Organisation, Frau Jutta Lang.

Damit die Apologeten des Krieges sehen, wofür sie stehen

Ein Krankenhaus genügt, um zu zeigen, was Krieg ist.
Ein Krankenhaus genügt, um zu zeigen, was Krieg ist.
Es gäbe ein unfehlbares Mittel, um den Krieg ein für allemal von dieser Erde zu verbannen. Man müßte nur jene, die den Krieg aus sicherer Distanz beschließen, befehlen oder rechtfertigen, dazu verpflichten, selber an vorderster Front im Kanonenhagel zu stehen oder ihre leiblichen Söhne dorthin zu schicken. Schlagartig wären alle Pazifisten. Wir sind solange für die Krieg, als andere darin sterben.
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