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Falschmeldung: „Deus lo vult“
In Anschluß an den heutigen Angelus vollzog der Papst während einer Ansprache an die begeisterte Menge in Castel Gandolfo eine scharfe Kehrtwende.
(kreuz.net, Castel Gandolfo) In seiner spontan und auf lateinisch gehaltenen Ansprache rief Papst Benedikt XVI. die christlichen Nationen zu einem Kreuzzug auf, um den Islam in und außerhalb Europas zurückzuschlagen.

Gleichzeitig forderte der Heilige Vater eine Befreiung der Heiligen Stätten in Palästina.

Wiederholt rief Benedikt XVI. „Deus lo vult“ – Gott will es – in die begeisterte Menge vor seiner päpstlichen Sommerresidenz.

Mit ihrer Reaktion auf sein Zitat von Kaiser Manuel II. Palaiologus († 1425) hätte die islamische Welt bewiesen, daß es mit ihr keine Diskussion gebe und sie nur die Sprache der Gewalt verstehe.

Es sei sinnlos, den Moslems mit rationalen oder theologischen Argumenten zu begegnen.

Die Pirouetten, welche die Kirche in den letzten Jahren gemacht habe, um den Islam versöhnlich zu stimmen, seien allesamt für die Perserkatze gewesen.

Das Zweite Vatikanum habe sich in der Erklärung ‘Nostra Aetate’ sogar entblödet, von den Muslimen zu reden, „die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde.“

Diese Aussage werde dort als Zitat aus einem Brief des Heiligen Papstes Gregor VII. († 1085) an Anazir, den König von Mauretanien – Marocco – ausgegeben.

Leider habe es einen König mit dem Namen Anazir – oder Al-Nâsir – zur Zeit von Gregor VII. gar nicht gegeben.

Das beweise, daß eine Versöhnung mit den Moslems sogar um den zweifelhaften Preis einer Geschichtsfälschung betrieben worden sei.

Sein geliebter Vorgänger, Johannes Paul II. habe – so der Papst – sogar den Koran geküßt.

All das habe nichts geholfen – höchstens eine falsche Erwartungshaltung geweckt. Darum müsse sich die Kirche daran erinnern, daß Christus nicht gekommen sei, um den Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

Niemand sei verpflichtet – auch die Katholische Kirche nicht – sich von einem Usurpatoren unter den Tisch buttern zu lassen.

Wer nicht hören wolle, müsse darum fühlen. Der Papst zitierte die Stelle aus dem Lukasevangelium Kapitel 14 Vers 23:

„Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, daß mein Haus voll werde.“

Die einzige Lösung der Islam-Frage liege in der Bekehrung der moslemischen Massen zum Glauben und in ihrer Erleuchtung durch das Licht Christi, der auch Sieger über den Islam sei.

Das sei aber nur möglich, wenn sich die Kirche an der Spitze jener Staaten etabliere, die historisch zum christlichen Machtbereich gehören.

Daß sie dazu in der Lage sei, habe die Kirche bereits im leuchtenden Mittelalter bewiesen.

Natürlich könne man über die Art, wie die Kirche ihre politische Verantwortung damals bewältigt habe, verschieden urteilen.

Doch müsse jedermann zugeben, daß die Braut Christi diese Aufgabe im Vergleich zu den Regimen, die ihr bis in unsere Tage nachgefolgt sind, brillant gemeistert habe.

Das ermutige ihn – so Benedikt XVI.-, noch einmal die Initiative zu ergreifen und angesichts der Hilflosigkeit der gegenwärtigen Weltmächte den Führungsanspruch zu erheben.

Der nächste Kreuzzug, der als zehnter in die Kirchengeschichte eingehen solle, habe zum Ziel, die islamischen Nationen zu unterwerfen und ihnen die Heilige Taufe zu bringen.

Gleichzeitig erklärte der Papst seine Absicht, den byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos zum ersten ökumenischen Heiligen und Kirchenlehrer für Ost und West zu erklären.