Der Film zeigt Schritt für Schritt, wie der überlieferte
Ritus zelebriert wird.
Die Alte Messe geht bis auf die Zeit Papst Gregors des Großen († 604) oder sogar
auf apostolische Tradition zurück. Sie war bis 1969 in der weltweiten Römischen Kirche in Gebrauch.
Ziel der Aktion ist es, allen 16.100 Priestern Deutschlands die Möglichkeit zum Erlernen des überlieferten
lateinischen Ritus zu eröffnen.
Der Film wird ausschließlich an Priester und Seminaristen abgegeben.
Die erste Aussendung ging an 6.800 Priester der Diözesen Münster, Trier, Berlin, München, Paderborn
und Köln, sowie an 300 ausländische Priester.
Am 28. Juli informierte ein Brief des deutschen Distriktoberen
alle Diözesanbischöfe des Landes über die Aktion.
Eine offizielle Reaktion seitens der Oberhirten
steht bisher noch aus.
Anfang November ist eine zweite Aussendung an weitere 4.500 Priester in Deutschland
geplant.
Die dritte und letzte Aussendung erfolgt am Anfang des nächsten Jahres.
Die Aktion wurde vom
Distrikt Schweiz übernommen. Dort werden derzeit die deutschsprachigen Priester angeschrieben.
Weitere
Länder sind in Planung.
Bis jetzt wurde die DVD 800mal von Geistlichen – Priestern und Seminaristen –
bestellt.
Nach Angaben von Pater Andreas Mählmann – dem Sprecher der Piusbruderschaft – haben keine
zehn der bis jetzt angeschriebenen 7.100 Priester die Liturgiereform des letzten Jahrhunderts verteidigt.
„Damit sind die positiven Reaktionen auf die Aktion 100mal höher als die kritischen“ – schreibt die
Bruderschaft in einer Stellungnahme.
Die Organisatoren der Aktion werten das als ein Einverständnis
im Klerus, daß die Liturgiereform von Papst Paul VI. gescheitert ist.
Die Piusbruderschaft ist zufrieden:
„Die Aktion in ihrem bisherigen Verlauf wird als Erfolg gewertet.“
Man könne ohne Übertreibung von
einem Dammbruch sprechen: „Die Verbreitung des überlieferten Ritus gerade bei den jungen Priestern ist
nicht mehr aufzuhalten.“
Man könne damit rechnen, daß zwischen 15% und 20% aller geweihten Priester
und zwischen 30% und 40% aller Seminaristen im deutschsprachigen Raum überlegen, den überlieferten Ritus
zu erlernen.
Einen Einblick in die „neue Sehnsucht nach der Alten Messe“ bietet eine Auswahl schriftlicher
Reaktionen von Priestern und Seminaristen, die kürzlich von der Piusbruderschaft publiziert wurde.
Angesichts
dieser positiven Entwicklung sei es sinnvoll, gemeinsam zu überlegen, wie in der derzeitigen kirchlichen
Situation weiter zu verfahren sei – so die Piusbruderschaft.
Zu diesem Zweck wird am 30. Oktober ein
Treffen von Diözesanpriestern, Ordensgeistlichen und Seminaristen anberaumt, zu dem Pater Franz Schmidberger –
der Distriktobere Deutschlands – ins Priorat St. Athanasius .