15:52:46 | Donnerstag, 21. September 2006
Sexualität
Halbe Kinder, verfallen ihrem Sexualtrieb
In Deutschland gibt es immer mehr einen „völlig ungeplanten“ und „überraschenden“ Geschlechtsverkehr bei Jugendlichen. Von Lisa Abelin.
(kreuz.net) Zwischen 1996 und 2003 stieg die Zahl der Abtreibungen bei minderjährigen Müttern um 61,8 %
auf 7.645 Todesfälle.
Das ergibt sich aus einem Bericht der deutschen Bundesregierung.
Bei Mädchen
unter 15 Jahren hat sich die Abtreibungszahl im gleichen Zeitraum mit 715 Todesfällen sogar fast verdoppelt.
Die Bundesregierung redet diese dramatischen Zahlen als „nicht besorgniserregend“ klein.
Die Verdopplung
der Abtreibungszahlen bei unter 15jährigen Müttern wird als „leichter Anstieg“ verharmlost.
Die Abtreibungsorganisation
‘pro familia’ sieht sich dagegen durch diese Entwicklung der Jugendabtreibungen – an denen sie kräftig
mitwirkt und mitverdient – in ihrer Strategie bestärkt.
Diese besteht darin, noch mehr und noch jüngere
Schüler mit ihrem Aufklärungs- und Verführungsunterricht zu traktieren.
Aber der Begründungsansatz
von ‘pro familia’ ist falsch.
Das beweist eine empirische Untersuchung der deutschen ‘Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung’ von 2001.
Diese Repräsentativbefragung nennt für die Zunahme der
frühen Schwangerschaften andere Gründe und resümiert die Befragungsergebnisse so:
„Es bestätigt sich
leider die Tendenz, die schon 1998 sichtbar wurde:
Der erste Geschlechtsverkehr erfolgt bei immer mehr
Jungendlichen ungeplant – vor allem bei Jungen, aber auch bei den Mädchen.
Dieser Trend zur Spontaneität
konterkariert die Verbesserungen bei Aufklärung und Beratung.“
Aus der weiteren Untersuchung kann man
auch den Grund für diese Eigendynamik der Sexualtriebe erschließen.
Je früher das Einstiegsalter ins
Sexualleben und je niedriger das Alter beim ersten Geschlechtsverkehr, desto höher liegt die Zahl der
Jungen und Mädchen, die ihren ersten Geschlechtsverkehr als „völlig ungeplant und überraschend“ angeben.
Bei Mädchen, die mit 14 Jahren oder früher erstmals Geschlechtverkehr hatten, stimmten 42% der Aussage
„völlig ungeplant und überraschend“ zu – bei Jungen waren es sogar 59%.
Aus diesen Zahlen sind folgende
Schlüsse zu ziehen:
Daß aus den völlig ungeplanten und überraschenden Geschlechtsverkehrkontakten
trotz Aufklärung und Verhütungswissen eine gewisse Anzahl von Schwangerschaften entstehen, ist eine
Tatsache.
Die steigende Gesamttendenz zum ungeplanten und überraschenden ersten Geschlechtsverkehr ist
durch die steigende Zahl von frühestem Geschlechtsverkehr zu erklären.
Letztlich ist die zunehmende
Frühsexualisierung der Kinder und Jugendlichen für die steigende Zahl von Frühschwangerschaften und
Abtreibungen bei Minderjährigen verantwortlich.
An dieser Frühsexualisierung ist der Trend zur Pornographie
in den öffentlichen Medien mitverantwortlich – mehr noch die Sexualisierung durch Jugendzeitschriften
wie ‘bravo’.
Aber auch ‘pro familia’ ist mit ihren unverantwortlichen Aufklärungsschriften und Sexualschulungen
an der Frühsexualisierung nicht unschuldig.
Besonders ärgerlich ist, daß dieser umstrittene Verein
mit der Forderung nach Ausweitung der Sexualkunde, nach früherer Verhütungskunde und nach Propagierung
von noch mehr „Lustgewinn“ die Lage dramatisch verschlimmert.