Sexualität
Halbe Kinder, verfallen ihrem Sexualtrieb
In Deutschland gibt es immer mehr einen „völlig ungeplanten“ und „überraschenden“ Geschlechtsverkehr bei Jugendlichen. Von Lisa Abelin.
(kreuz.net) Zwischen 1996 und 2003 stieg die Zahl der Abtreibungen bei minderjährigen Müttern um 61,8 % auf 7.645 Todesfälle.

Das ergibt sich aus einem Bericht der deutschen Bundesregierung.

Bei Mädchen unter 15 Jahren hat sich die Abtreibungszahl im gleichen Zeitraum mit 715 Todesfällen sogar fast verdoppelt.

Die Bundesregierung redet diese dramatischen Zahlen als „nicht besorgniserregend“ klein.

Die Verdopplung der Abtreibungszahlen bei unter 15jährigen Müttern wird als „leichter Anstieg“ verharmlost.

Die Abtreibungsorganisation ‘pro familia’ sieht sich dagegen durch diese Entwicklung der Jugendabtreibungen – an denen sie kräftig mitwirkt und mitverdient – in ihrer Strategie bestärkt.

Diese besteht darin, noch mehr und noch jüngere Schüler mit ihrem Aufklärungs- und Verführungsunterricht zu traktieren.

Aber der Begründungsansatz von ‘pro familia’ ist falsch.

Das beweist eine empirische Untersuchung der deutschen ‘Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung’ von 2001.

Diese Repräsentativbefragung nennt für die Zunahme der frühen Schwangerschaften andere Gründe und resümiert die Befragungsergebnisse so:

„Es bestätigt sich leider die Tendenz, die schon 1998 sichtbar wurde:

Der erste Geschlechtsverkehr erfolgt bei immer mehr Jungendlichen ungeplant – vor allem bei Jungen, aber auch bei den Mädchen.

Dieser Trend zur Spontaneität konterkariert die Verbesserungen bei Aufklärung und Beratung.“

Aus der weiteren Untersuchung kann man auch den Grund für diese Eigendynamik der Sexualtriebe erschließen.

Je früher das Einstiegsalter ins Sexualleben und je niedriger das Alter beim ersten Geschlechtsverkehr, desto höher liegt die Zahl der Jungen und Mädchen, die ihren ersten Geschlechtsverkehr als „völlig ungeplant und überraschend“ angeben.

Bei Mädchen, die mit 14 Jahren oder früher erstmals Geschlechtverkehr hatten, stimmten 42% der Aussage „völlig ungeplant und überraschend“ zu – bei Jungen waren es sogar 59%.

Aus diesen Zahlen sind folgende Schlüsse zu ziehen:

Daß aus den völlig ungeplanten und überraschenden Geschlechtsverkehrkontakten trotz Aufklärung und Verhütungswissen eine gewisse Anzahl von Schwangerschaften entstehen, ist eine Tatsache.

Die steigende Gesamttendenz zum ungeplanten und überraschenden ersten Geschlechtsverkehr ist durch die steigende Zahl von frühestem Geschlechtsverkehr zu erklären.

Letztlich ist die zunehmende Frühsexualisierung der Kinder und Jugendlichen für die steigende Zahl von Frühschwangerschaften und Abtreibungen bei Minderjährigen verantwortlich.

An dieser Frühsexualisierung ist der Trend zur Pornographie in den öffentlichen Medien mitverantwortlich – mehr noch die Sexualisierung durch Jugendzeitschriften wie ‘bravo’.

Aber auch ‘pro familia’ ist mit ihren unverantwortlichen Aufklärungsschriften und Sexualschulungen an der Frühsexualisierung nicht unschuldig.

Besonders ärgerlich ist, daß dieser umstrittene Verein mit der Forderung nach Ausweitung der Sexualkunde, nach früherer Verhütungskunde und nach Propagierung von noch mehr „Lustgewinn“ die Lage dramatisch verschlimmert.