Mittwoch, 20. Oktober 2004 11:16
Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz würdigt die wissenschaftliche Arbeit des Philosophen Jürgen Habermas.

(kreuz.net, Frankfurt) Der Jesuitenpater Dr. Hans Langendörfer, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz,
sieht die Zukunft der theologischen Fakultäten in mehr Wissenschaftlichkeit und schärferem Profil.
In seiner Rede anläßlich der Eröffnung des neuen Studienjahres an der von den Jesuiten geführten philosophisch-theologischen
Hochschule von Sankt Georgen/Frankfurt betonte er, dass Religions- und Kulturwissenschaften kein gleichwertiger
Ersatz für katholische Theologie seien.
P. Langendörfer wünscht sich mehr Interesse an der Theologie
von Seiten anderer Wissenschaftsdisziplinen. Dabei verweist er anerkennend auf den Philosophen und Religionskritiker
Jürgen Habermas (75). Dieser betrachte die Religion als Herausforderung für die Philosophie.
Jürgen
Habermas ist der bekannteste Vertreter der sogenannten „Frankfurter Schule“. Für Habermas steht fest,
dass die Existenz Gottes durch die Geschichte, die modernen Naturwissenschaften und den Marxismus widerlegt
sei.