17:43:50 | Sonntag, 29. Oktober 2006
Die Evolutionstheorie muß ständig beweisen, daß Dinge von selber entstanden sind, die gar nicht von selber entstehen können. Von Dr. med. Stephan Puls.
(kreuz.net) Auf dem hypothetischen Weg vom Leblosen zum Leben wären chemisch vier Stationen zu durchlaufen.
Wenn nur einer dieser Schritte der Lebensentstehung chemisch nicht von selbst ablaufen kann, haben Lebewesen
nicht „von selbst“ entstehen können.
Nehmen wir einmal an, daß die Bestandteile der Proteine und der
DNS irgendwie „von selbst“ und in ausreichender Menge entstanden sind.
Dann hätten sich Aminosäuren
in wässriger Lösung „von selbst“ zu längeren Ketten und kurzen Proteinen zusammenfügen müssen. Eiweiße
bestehen aus langen, unverzweigten Ketten von Aminosäuren, die durch die sogenannte „Peptidbindung“ entstehen.
Da die angenommene „Ursuppe“ der Urozeane definitionsgemäß größtenteils aus Wasser bestand, verläuft
eine solche Reaktion allerdings nicht spontan. Vielmehr bewirkt der Wasserüberschuß, daß bestehende
kurze Proteine wieder in Aminosäuren gespalten werden.
Darum sind die Peptidbindungen in heute bestehenden
organischen Proteinen im Inneren gelegen und vor Wasser geschützt.
Weiterhin müßten die zu Eiweißen
reagierenden Aminosäuren von vielen der anderen entstandenen organischen Stoffe getrennt werden.
Die
Anwesenheit monofunktioneller Komponenten – also von Stoffen mit nur einem „reaktiven Ende“ statt zweien –
verhindert nämlich die Ausbildung längerer Ketten, weil die überschüssigen monofunktionellen Moleküle
die Enden der wenigen kurzen Kettenfragmente blockieren und so eine weitere Kettenverlängerung verunmöglichen.
Man kann sich das so veranschaulichen: In einer Menschenmenge reicht jeder seinen beiden Nachbarn jeweils
eine Hand. Wenn sich in der Menge mehr einarmige als zweiarmige Menschen befinden, können die entstehenden
Menschenketten nicht lang werden, weil immer wieder ein „Einarmiger“ die Kette abbrechen wird.
Dasselbe
gilt für die „von selbst“-Entstehung langer Nukleinsäuremoleküle. Man erinnere sich, daß in den
Ursuppe-Experimenten
von Stanley Miller eine Vielzahl von Substanzen entsteht, von denen aber nur eine kleine Minderheit in
heutigen Lebewesen vorkommt.
Die Veröffentlichung „Evolution Ein kritisches
Lehrbuch“ – inzwischen in sechster Auflage erschienen – vertieft die hier gebrachten Argumente. Eine Rezension
der fünften Auflage ist hier einsehbar.