Gomorrhismus
Was können Eltern für eine gesunde Geschlechtsentwicklung ihrer Söhne tun?
Manche Mütter müssen sich zurückhalten: Je mehr Mutter und je weniger Vater, desto mehr Weiblichkeit.
Zwei selbsterklärte Homos in einer Bar in Chicago
Zwei selbsterklärte Homos in einer Bar in Chicago
© Jason Smith, flickr, Creative Commons Licence
(kreuz.net/Der neue Weg) Wir können die Wahr- scheinlichkeit einer heterosexuellen Entwicklung maximieren.

Das geschieht, indem wir dem Jungen helfen, sich mit seinem Vater oder anderen Vaterfiguren zu identifizieren und zu ihnen eine herzliche Beziehung zu haben, ein gutes Verhältnis zu gleichgeschlechtlichen Gleichaltrigen zu leben sowie seine eigene Männlichkeit und die der anderen zu schätzen.

Wie kann man dies erreichen? Hier einige Ratschläge:

Manche Mütter müssen sich zurückhalten. „Je mehr Mutter und je weniger Vater, desto mehr Weiblichkeit“, erklärt Robert Stoller in seinem Buch ‘Presentations of Gender’.

Der Vater sollte sich mehr engagieren, und die Mutter muß ihrem Sohn meist mehr Freiraum lassen, sich emotional und psychisch von ihr abzunabeln und die oft vorliegende „seelische Symbiose“ – so Robert Stoller – aufzubrechen.

Die Mutter darf den Jungen nicht in die Rolle des besten Freundes und Vertrauten hineinziehen und ihm auch nicht den Eindruck vermitteln, daß sie ihn ihrem Gatten vorzieht.

Die besten Freunde des sich entwickelnden Jungen müssen, so weit eben möglich, andere Jungen sein.
Gesunde Erziehung
Die Mutter muß normale männliche Aggression und ausgelassenes Verhalten akzeptieren. Sie darf männliche Eigenschaften nicht geringschätzig behandeln oder den Eindruck erwecken, sie hätte lieber ein Mädchen gehabt.


Die Mutter muß normale männliche Aggression und ausgelassenes Verhalten akzeptieren. Sie darf männliche Eigenschaften nicht geringschätzig behandeln oder den Eindruck erwecken, sie hätte lieber ein Mädchen gehabt.

Mütter dürfen auch nicht erwarten, daß ihre Kinder ihre Bemutterung erwidern.

Es gibt ein weiteres Mutter-Sohn-Muster, das ebenfalls die männliche Geschlechtsidentifikation kompromittiert.

Intensive Frustrationen und Familienschwierigkeiten, die in der Phase der Entwicklung der Geschlechtsidentität auftreten, können die Bildung einer kohärenten, das männliche Geschlecht bejahenden Identität behindern.

Der von Trennungsangst gequälte Junge kann in dem Bemühen, sich mit seiner Mutter „defensiv zu verschmelzen“, eine weibliche Geschlechtsidentifikation entwickeln.

Nächstes Mal: Die Männer im Leben des Jungen