Donnerstag, 4. Januar 2007 08:36
Wie sich das Böse zeigt + Keine vollständige Kirche + Traditionalistischer Pfarrer verstorben + Manson als Papst + U-Boote helfen nicht
Wie sich das Böse zeigtVatikan. Bei der gestrigen Generalaudienz erklärte Papst Benedikt XVI., daß
Jesus Christus keine „Märchenfigur“ sei. Ferner warnte der Heilige Vater vor einer Leugnung des ‘Mysterium
iniquitatis’ – des Geheimnis des Bösen. Dieses manifestiere sich auf verschiedene Weisen: „Es gibt eine
Ablehnung Christi, die von der völligen Verwerfung bis zur gleichgültigen Haltung reicht. Man stellt
sich Jesus als postmodernen ‘Weisheitslehrer’ vor und entledigt ihn seiner göttlichen Natur.“
Keine
vollständige KircheGriechenland. Die zwanzig Klöster auf der griechischen Mönchsrepublik Athos haben
den Dezember-Besuch des orthodoxen Erzbischofs von Athen, Christodoulos, beim Papst geschlossen kritisiert.
Ein Offener Brief aller zwanzig Vertreter der Klöster erschien gestern in der Athener Tageszeitung ‘Ethnos’:
„Mit Seelenschmerz erklären wir, daß der Berg Athos gemeinsamen Gebeten, Teilnahmen an Liturgien oder
anderen frommen Treffen nicht zustimmt.“ Solche Praktiken würden den Eindruck wecken, als ob die „orthodoxe
Kirche“ die römischen Katholiken als vollständige Kirche anerkenne.
Traditionalistischer Pfarrer verstorben
Frankreich. Am 1. Januar starb der französische Priester Crevot im Alter von 92 Jahren. Der Geistliche
gehörte zum zentralfranzösischen Bistum Saint-Flour. In den letzten Jahrzehnten kämpfte er mit seinen
Bischöfen um die Erlaubnis, die Alte Messe lesen zu dürfen. Abbé Crevot pflegte gute Beziehungen zur
Priesterbruderschaft St. Pius X. und zu sämtlichen Traditionalisten. Morgen Freitag wird er in seiner
Pfarrei begraben.
Manson als PapstUSA. Der satanistische Punkrocker Marilyn Manson wird in dem Gangsterfilm
‘King Shots’ eine Hauptrolle als dreihundert Jahre alter Papst spielen. Das berichtete das Branchenblatt
‘Kino.de’. Der surreale Film spielt in einem Kasino in der Wüste, wo sich Verbrecher zum illegalen Glücksspiel
treffen.
U-Boote helfen nicht„In St. Matthias in Duisburg-Meiderich haben sie schon bei einer Abschiedsmesse
im November bittere Tränen geweint. Viele Tränen von vielen Menschen. Und sie wußten wohl: „Wären
die Gottesdienste immer so gut besucht gewesen, müßte die Kirche nicht schließen.“ Und wenn an Heiligabend
nun wieder viele kommen, dann sind das vielleicht U-Boot-Christen, wie man so sagt: solche, die nur zu
Weihnachten auftauchen. Nur können U-Boote nicht mehr helfen, wenn ein (Kirchen-)Schiff sinkt.“
Aus
einem Artikel in der ‘Westdeutschen Allgemeinen Zeitung’ vom 21. Dezember.