Dienstag, 23. Januar 2007 08:24
Eine Kommission wird’s richten + Zuerst blamiert – dann informiert + 15 Jahre Ruhe + Spektakuläre Aufnahmen + Und die Beichte?
Eine Kommission wird’s richtenChina. Der Vatikan will eine ständige Kommission für die Beziehungen
zu China einrichten. Das erklärte der Erzbischof von Hongkong, Joseph Kardinal Zen, am gestrigen Montag.
Die Kommission sei eine Folge „der guten Erfahrungen“ beim letzten
Chinagipfel im Vatikan. Angeblich will
Kardinal Zen bald als Diözesanbischof zurücktreten, um sich ganz den vatikanisch-chinesischen Beziehungen
zu widmen.
Zuerst blamiert – dann informiertÖsterreich. Der Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Erich
Leitenberger, distanzierte sich gestern vom Ritterorden der Mercedarier, welcher der Ordensgemeinschaft
der Mercedarier angeschlossen ist. Es handle sich um einen „falschen“, „illegalen“ Orden, „der mit der
katholischen Kirche sicher nichts zu tun hat“. Anlaß für die Distanzierungen waren in den Medien verbreitete
Bilder, die den freiheitlichen Parlamentarier Ewald Stadler im Mercedariergewand zeigen. Stadler wies
die Erklärung Leitenbergers zurück. Dieser versuche, aus einem alten katholischen Institut eine obskure
Sekte zu machen. Die Wiener Leitung des Mercedarier-Ordens sei den kirchlichen Stellen bekannt und auch
von der Wiener Diözese anerkannt worden. Als Beleg übermittelte Stadler der ‘Österreichischen Presseagentur’
den entsprechenden Schriftverkehr.
15 Jahre RuheDeutschland. Der deutsche Nuntius Erwin Josef Ender
und der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber unterzeichneten gestern ein Zusatzprotokoll zum Staatskirchenvertrag
von 1924. Das berichtete ‘Radio Vatikan’. Im Dokument ist festgelegt, daß es in Passau und Bamberg künftig
keine vollen theologischen Fakultäten mehr geben wird. Die Lehranstalten sollen für 15 Jahre ruhen und
nur als Institute fortbestehen. Das Konkordat von 1924 legte fest, daß es an den Universitäten aller
bayerischen Bischofsstädte eine Theologische Fakultät geben muß.
Spektakuläre AufnahmenAm kommenden
Valentinstag strahlt der US-Fernsehsender ‘National Geographic Channel’ in Deutschland eine Sendung über
Mehrlinge im Mutterleib aus. Der Sender ist bekannt für seine Dokumentationen aus den Bereichen Geographie,
Natur und Tierwelt. Am 14. Februar zeigt er das Heranwachsen von Zwillingen, Drillingen und Vierlingen:
wie sie während der Schwangerschaft boxen, sich treten, liebevoll die Wange küssen oder ihre Händchen
halten. Es handelt sich dabei um modernste Ultraschallaufnahmen, die am Computer zu realistischen Bildern
ausgebaut wurden. Der Sender zeigte schon öfters Bilder aus dem Mutterleib – auch von Tieren.
Und die
Beichte?„Der Papst hat selber gesagt, was hier jeder Bischof und jeder Pfarrer sagen würde, daß nämlich
niemand zurückgewiesen wird, der zur Kommunion kommt. Als Seelsorger oder Kommunionhelfer kann ich ja
gar nicht wissen, wer nun katholisch ist oder nicht. In den Richtlinien aus Rom heißt es ganz klar, daß
der katholische Priester eine Person, die nichtkatholisch, aber getauft ist, nicht nur zur Kommunion zulassen,
sondern sogar einladen darf. Allerdings muß diese Person einige Voraussetzungen erfüllen. Zunächst
einmal muß der tiefe Wunsch vorhanden sein, an der Eucharistie teilzunehmen. Und dann muß diese Person
den eucharistischen Glauben der katholischen Kirche teilen, also dasselbe Abendmahlsverständnis wie wir
Katholiken haben. Der Zugang zur Kommunion setzt also keine Konversion voraus.“
Der Bischof von Chur,
Mons. Amédée Grab, in einem Dezember-Interview mit dem ‘Pfarrblatt der katholischen Kirch im Kanton
Zürich’.© Bild: pixelquelle.de