11:16:01 | Montag, 12. Februar 2007
Im Wiener Stephansdom werden Homo-Paarungen als „Liebende“ behandelt und sogar paarweise gesegnet. Mit dem Segen des Kardinals. Ein Kommentar.
(kreuz.net, Wien) Am kommenden Mittwoch wollen die unverantwortlichen Verantwortlichen im Wiener Stephansdom
Homo-Paarungen segnen.
Offiziell wird der Anlaß als „Segnungsgottesdienst für Liebende“ verkauft. Dazu
hat der Wiener Dompfarrer, Hw. Anton Faber, ausdrücklich auch Homos eingeladen.
Was Homo-Paarungen mit
Liebenden gemeinsam haben, ist das Geheimnis des Dompfarrers.
Wegen bestehender kirchlicher Vorschriften
würden Homos allerdings nur einzeln gesegnet, behauptete Hw. Faber letztes Jahr, und er behauptet es
heuer wieder.
Somit werden gefallene Homos in Wien offenbar gesegnet, statt zur Reue geführt und im
Beichtstuhl absolviert.
Hw. Faber glaubt nicht, daß Gott „homosexuelle Paare“, „homosexuell empfindende“
Menschen ausschließe, und daher seien diese auch „nicht ausgeschlossen“.
Damit ist auch klar, daß der
Dompfarrer mit seinem „Einzelsegen“ für Homos ein Doppelspiel treibt.
Die Methode hat SystemMit dieser
Vorgehensweise werden in der Kirche seit Jahren – und mit Erfolg – unmoralische und
antikatholische Praktiken
durchgesetzt.
Man schreitet zur bösen Tat und beteuert gleichzeitig mit Hilfe verbaler Zweideutigkeiten,
daß das, was man sieht, nicht das ist, was man sieht.
Das ereignet sich mit Wissen und schweigender
Zustimmung der zuständigen Bischöfe.
Daß diese Praktiken im Gegensatz zum kraftlosen, wortreichen
Blabla kirchlicher Dokumente stehen, stört niemanden: Wo kein Kläger ist, da ist kein Richter.
Diese
Widersprüche werden mit den üblichen Rechtfertigungen und Zweideutigkeiten überspielt.
Die – sogenannten –
Hirten schauen zu und handeln, indem sie nicht handeln.
Schnell wird das antikatholische Treiben zu einem
Gewohnheitsrecht.
Schlußendlich mausert es sich zur Quasi-Regel und dann zur eisernen Norm des kirchlichen
Handelns.
Ritual für Homo-SegnungenLetztes Jahr erklärte der Wiener Dompfarrer öffentlich, daß
er sich einen eigenen „Segnungsritus für Homo-Paarungen“ wünscht.
Im Februar 2006 schritt er sodann
bei der Valentinssegnung im Stephansdom zur Tat.
Die Zeremonie – von ihm durchgeführt und von Kardinal
Schönborn überwacht – entartete gezielt zu einer Homo-Manifestation.
Ein Homo-Ideologe, der in kirchlichen
Kreisen verkehrt und dem Segenspriester persönlich bekannt war, wurde im Wiener Stephansdom samt seinem
Unzuchtspartner
öffentlich gesegnet:
„Der Priester legt uns beiden gleichzeitig die Hände auf die Schultern,
betet um den Segen Gottes für unsere Partnerschaft »in guten und in bösen Tagen«.“
Natürlich hatte
Dompfarrer Faber im Vorfeld hoch und heilig versprochen, „nichts von dem [zu] machen, was dem Heiligen
Vater da nicht recht wäre. Wir segnen keine Lebensgemeinschaften. Wir machen keine homosexuellen Ehe-Segnungen,
sondern wir segnen jeden in seiner Sehnsucht nach Liebe“.
Das gehört zur Taktik des „Sag das eine –
und tue das andere“.
Die Verantwortung des KardinalsDer Dompfarrer handelte nicht allein. Er erklärte
vor den Medien, daß die Feier „natürlich“ mit dem Wiener Kardinal abgesprochen war.
Hat er gelogen?
Offenbar nicht. Andernfalls hätte Kardinal Schönborn die Aussage
dementiert oder über seinen Pressesprecher
dementieren lassen.
Es ist auch nicht bekannt, daß der Kardinal, nachdem in seinem Dom und unter seiner
Nase Homo-Paarungen gesegnet worden waren, Maßnahmen ergriffen hätte.
Im Gegenteil. Heuer findet das
himmeltraurige Spektakel wieder statt.
Die Fakten lassen nur eine Deutung zu: Der Wiener Homo-Kardinal
steht hinter den Homo-Segnungen seines Dompfarrers.
Beschwichtigungskatholiken, die das, was sie sehen,
nicht sehen wollen und mit den Mißbräuchen unter einer Decke stecken, werden schnell mit den üblichen
Sprüchen aufwarten:
„Der Kardinal hat nichts gewußt.“
„Er wollte das eigentlich nicht.“
„Er war ja
nicht dabei.“
„Er muß mit einem riesigen Stab antikatholischer Hauptamtlicher zurechtkommen.“
„Was
soll
der Arme allein denn schon tun?“
Wollen die Beschwichtiger damit sagen, daß der Wiener Kardinal nicht
einmal mehr Herr in seiner eigenen Dompfarrei ist?
Dann gibt es nur einen Schluß: Der Kardinal sollte
Dompfarrer werden und der Dompfarrer Kardinal.
Kardinal Schönborn wird sich entscheiden müssen, ob
er das Amt, das er vom Papst angenommen hat, auch ausüben will.
Bis Mittwoch hat er Zeit, darüber nachzudenken.
Am Mittwoch werden wir es wissen.