Dienstag, 6. März 2007 20:46
Die deutschen Bischöfe waren während ihrer Heilig-Land-Reise über den jüdischen Rassismus und die furchtbaren Zustände in den palästinensischen Ghettos entsetzt. Doch dann gaben die Bischöfe –
wie üblich – kleinbei.

(kreuz.net, Ramallah) Am Wochenende kritisierten mehrere deutsche Bischöfe in Bethlehem die unmenschliche
israelische Unterdrückung der Palästinenser.
Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke verglich die
Zustände in Bethlehem laut der Tageszeitung ‘Süddeutsche Zeitung’ mit dem Warschauer Ghetto:
„Morgens
in [der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte] Jad Vaschem die Fotos vom unmenschlichen Warschauer Ghetto.
Abends fahren wir ins Ghetto in Ramallah. Da geht einem der Deckel hoch.“
Der Bischof befürworte das
Lebensrecht Israels. Aber es dürfe nicht sein, daß das Lebensrecht so brutal durchgesetzt wird, daß
ein anderes Volk nicht leben könne.

Auch der Augsburger Bischof Walter Mixa sprach laut der ‘Süddeutschen’
von einer „ghettoartigen Situation“. Dies grenze an „Rassismus“.
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick
kritisierte die Mauer vor dem ‘Kölner Domradio’:
Gerade die Deutschen hätten Mauer, Stacheldraht und
Minenfelder für Jahrzehnte erlebt. Nun seien sie froh, daß das zu Ende ist:
„Und jetzt sehen wir hier,
daß in einem Staat, der uns sehr am Herzen liegt, und von Menschen, die uns sehr am Herzen liegen, das
genau wieder geschieht.“ Das sei sehr bedrückend.
„Wir müssen wirklich alles tun, damit das nicht weitergeht,
sondern damit die Mauer möglichst bald fällt.“
Skrupellose jüdische Hetze gegen die Bischöfe„Wer
solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr“ – hetzte der Vizepräsident des ‘Zentralrats der Juden
in Deutschland’, Dieter Graumann, vor dem ‘Kölner Stadt-Anzeiger’.
Wer die Lage der Palästinenser mit
dem Leiden der Juden in den Ghettos der Nationalsozialisten „gleichsetzt“, der habe aus der Geschichte
„nichts“ gelernt.
Die Äußerung habe „antisemitischen Charakter“ – so Graumanns Schutzbehauptung.
Der
Vergleich zeuge angeblich von dem „judenfeindlichen“ Versuch, mit Hinweis auf Verbrechen der Nachfahren
der Opfer die Taten der Nationalsozialisten zu relativieren – polemisierte er weiter.
Der israelische
Botschafter in Berlin, Schimon Stein, gab sich „entsetzt“ und „empört“.
Wenn man Begriffe wie „Warschauer
Ghetto“ oder „Rassismus“ benütze, habe man angeblich „alles“ vergessen oder „nichts“ gelernt und „moralisch
versagt“.
Stattdessen warf der Botschafter den Bischöfen sogar „Demagogie“ – politische Hetze – vor.
Alles vergessen und nichts gelerntDie deutsche Bischofskonferenz reagierte sofort auf die jüdische
Empörungsrhetorik.
Der Sekretär der deutschen Bischofskonferenz, Pater Hans Langendörfer, rechtfertigte:
Beim Besuch in Bethlehem seien „aus der emotionalen Betroffenheit Einzelner heraus einige wenige sehr
persönliche Bemerkungen gefallen“.
Diese seien bereits selbstkritisch richtig gestellt worden. Das gelte
insbesondere für eine Nebenbemerkung, die auf das Warschauer Ghetto anspielte.
Bischof Hanke entschuldigte
sich, er habe nur seine persönliche Betroffenheit artikuliert.
Der unmittelbare Eindruck der Situation
sei erschütternd gewesen:
„Vergleiche zwischen den Geschehnissen des Holocaust und der gegenwärtigen
Situation in Palästina sind nicht annehmbar und waren auch nicht beabsichtigt.“
Auch Bischof Mixa gab
kleinbei. Er erklärte verharmlosend, daß die Mauer sowie die jüdischen Siedlungen aus der Sicht der
palästinensischen Bevölkerung „eine gewisse Provokation“ darstellten.