14:59:30 | Donnerstag, 8. März 2007
Militante Atheisten sind zur Zeit gespannt, wie Bischöfe und Vatikan auf eine „fast freigeistig klingende Äußerung“ eines deutschen Kardinals reagieren werden.

Kardinal Lehmann in der Sendung „Quergefragt“
(kreuz.net, Mainz) „Ich glaube nicht an Kirche und Christentum.“
Das erklärte Karl Kardinal Lehmann
von Mainz am Mittwoch abend in der Sendung „Quergefragt“ des Fernsehsenders ‘Südwestrundfunk’.
Kardinal
Lehmann diskutierte im Mainzer Staatstheater mit der buddhistischen Nonne Bhikshuni Tenzin Wangmo, dem
Vorsitzenden der religionsfeindlichen ‘Giordano Bruno Stiftung’, Michael Schmidt-Salomon, und dem ehemaligen
Sprecher der deutschen ‘Tagesschau’, Wilhelm Wieben.
Das Thema der Sendung lautete: „Zwischen Himmel
und Hölle – Gibt es ein Leben nach dem Tod?“
Dabei erklärte Kardinal Lehmann, daß er nicht an die
Kirche glaube, sondern nur an Gott.
Der Kardinal wiederholte seine Aussage auf eine erstaunte Nachfrage
der Moderatorin.
Man könne letzten Endes nur an Gott glauben, erklärte der Kardinal. Die Kirche sei
ein Werkzeug, ein Mittel, um das hier und heute zu verwirklichen, was Gott von uns wolle:
„Aber die Kirche
gehört immer sozusagen in die zweite Ordnung unterhalb Gottes. Sie ist immer Mittel zum Zweck. Sie wird
eines Tages aufhören.“
Man könne im Blick auf die Kirche nie so von Glauben reden wie mit Blick auf
Gott – korrigierte der Kardinal seine Aussage. Das sei theologische Überzeugung über Jahrhunderte hinweg.
Kritik der Kirchenfeinde
Der gottlose Michael Schmidt-Salomon
Der Nachrichtendienst der kirchenfeindlichen ‘Giordano Bruno Stiftung’ ‘humanistischer
pressedienst’ bezeichnet den Kardinal wegen seiner Aussage – mit Anführungszeichen – als „Ketzer“.
Der
Nachrichtendienst verweist auf das katholische Glaubensbekenntnis: „Ich glaube an die heilige, katholische
und apostolische Kirche“ – wissen die militanten Atheisten.
Mit seiner Aussage, daß die Kirche irgendwann
aufhören würde, sei Kardinal Lehmann – so der ‘humanistische pressedienst’ – sogar noch einen Schritt
weitergegangen.
Der gottlose Religions- und Kirchenfeind Schmidt-Salomon weiß nicht, wie „Herr Lehmann“
seine Aussage in Einklang mit der Lehre der Kirche bringt.
Man dürfe gespannt sein, wie die anderen
deutschen Bischöfe und der Vatikan auf diese „fast freigeistig klingenden Äußerungen“ des Kardinals
reagieren würden.
Daß der Mainzer Bischof der „streng-dogmatischen Theologie“ des gegenwärtigen Papstes
wenig abgewinnen könne, sei „selbstverständlich“ schon vorher klar gewesen – urteilte der Religionsfeind:
„Wie gravierend diese Unterschiede aber tatsächlich sind, hat erst diese Sendung des Südwestrundfunks
aufgezeigt.“