09:37:01 | Freitag, 16. März 2007
St. Pölten
Wird der Dom von St. Pölten eine Moschee?
Letzten Sonntag lud der St. Pöltener Dompfarrer eine Gruppe Moslems in die Bischofskirche ein. Dabei beging er einen folgenschweren Fehler: Er verschenkte das Gotteshaus.

Links: Dom von St. Pölten
Rechts: Moschee im schwäbischen Biberach/Riss
(kreuz.net, St. Pölten) Das Motto der interreligiösen Begegnung war „Von Herz zu Herz“.
Hw. Norbert
Burmettler ist seit September 2006 als Dompfarrer von St. Pölten im Amt.
Der 58jährige Geistliche gehört
auch dem Domkapitel an. Er gilt als enger Gefolgsmann von Bischof Klaus Küng.
Als Veranstalter der Begegnung
traten neben der Dompfarrei der Katholische Akademikerverband und der Islamische Kulturverein in Erscheinung.
Etwa sechzig Personen nahmen an der Begegnung teil, darunter etwa fünfzehn Moslems unter der Führung
eines Imam – eines islamischen Geistlichen.
Hw. Burmettler begrüßte die islamischen Gäste freundlich
und entschuldigte sich – wie es bei solchen Veranstaltungen üblich ist – für die angeblichen Greueltaten
der Christen in der Vergangenheit.
Es ginge nicht darum, irgend jemanden zu bekehren, sondern „positive
Wirkung“ zu erzielen und „gegenseitiges Verständnis“ zu wecken, betonte der Dompfarrer.
Dann erklärte
er, daß die Fresken und Statuen des im barocken Stil ausgestatteten St. Pöltener Doms nicht als Abbilder
Gottes verstanden werden dürfen und keine Beleidigung Allahs darstellen.
Von der Gegenwart Gottes im
Tabernakel sagte er vorsichtshalber nichts.
Zum Abschluß der Begegnung beging Hw. Burmettler dann einen
folgenschweren Fehler: Er forderte den islamischen Geistlichen auf, ein Gebet an Allah zu richten.
Der
Imam ließ sich nicht zweimal bitten und begann damit, Texte aus dem Koran zu rezitieren.
Nach islamischer
Rechtsauffassung gilt ein Gotteshaus, das einmal dem Kult Allahs gedient hat, für immer als Eigentum
des Islam, als Moschee.