St. Pölten
Wird der Dom von St. Pölten eine Moschee?
Letzten Sonntag lud der St. Pöltener Dompfarrer eine Gruppe Moslems in die Bischofskirche ein. Dabei beging er einen folgenschweren Fehler: Er verschenkte das Gotteshaus.
Links: Dom von St. Pölten
Rechts: Moschee im schwäbischen Biberach/Riss
Links: Dom von St. Pölten
Rechts: Moschee im schwäbischen Biberach/Riss
(kreuz.net, St. Pölten) Das Motto der interreligiösen Begegnung war „Von Herz zu Herz“.

Hw. Norbert Burmettler ist seit September 2006 als Dompfarrer von St. Pölten im Amt.

Der 58jährige Geistliche gehört auch dem Domkapitel an. Er gilt als enger Gefolgsmann von Bischof Klaus Küng.

Als Veranstalter der Begegnung traten neben der Dompfarrei der Katholische Akademikerverband und der Islamische Kulturverein in Erscheinung.

Etwa sechzig Personen nahmen an der Begegnung teil, darunter etwa fünfzehn Moslems unter der Führung eines Imam – eines islamischen Geistlichen.

Hw. Burmettler begrüßte die islamischen Gäste freundlich und entschuldigte sich – wie es bei solchen Veranstaltungen üblich ist – für die angeblichen Greueltaten der Christen in der Vergangenheit.

Es ginge nicht darum, irgend jemanden zu bekehren, sondern „positive Wirkung“ zu erzielen und „gegenseitiges Verständnis“ zu wecken, betonte der Dompfarrer.

Dann erklärte er, daß die Fresken und Statuen des im barocken Stil ausgestatteten St. Pöltener Doms nicht als Abbilder Gottes verstanden werden dürfen und keine Beleidigung Allahs darstellen.

Von der Gegenwart Gottes im Tabernakel sagte er vorsichtshalber nichts.

Zum Abschluß der Begegnung beging Hw. Burmettler dann einen folgenschweren Fehler: Er forderte den islamischen Geistlichen auf, ein Gebet an Allah zu richten.

Der Imam ließ sich nicht zweimal bitten und begann damit, Texte aus dem Koran zu rezitieren.

Nach islamischer Rechtsauffassung gilt ein Gotteshaus, das einmal dem Kult Allahs gedient hat, für immer als Eigentum des Islam, als Moschee.