15:21:06 | Freitag, 20. April 2007
Gloria v. Thurn und Taxis
Der Präfekt der Glaubenskongregation muß sein Amt als Großinquisitor nur wieder aufnehmen. Für das Anzünden der Scheiterhaufen werden sich schnell ehrenamtliche Kräfte finden.

Artikel über die Inquisitions-Aussagen von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis in der Mittelbayerischen Zeitung.
(kreuz.net, Regensburg) Die Regensburger Fürstin Gloria von Thurn und Taxis (47) wünscht sich die Inquisition
zurück.
Ihre Durchlaucht äußerte sich bei einem privaten Abendessen am Montag nach dem Geburtstagskonzert
für den Papst in Rom.
Das berichtete das lokale Gratisblatt ‘Regensburger Wochenzeitung’ am Mittwoch.
Die Fürstin speiste unter anderem mit den Prälaten Josef Grabmeier, Heinrich Wachter und Hubert Schöner
in einem Chinarestaurant.
Bei dieser Gelegenheit erzählte sie, daß ein ihr bekannter Journalist ein
„sehr schönes Büchlein“ über die Inquisition geschrieben habe.

Demnach sei die Inquisition gar nicht
so schlimm gewesen, wie die Leute immer sagen würden:
„Ich finde, wir bräuchten wieder eine Inquisition
für die Leute, die immer unseren Bischof [Mons. Gerhard Ludwig Müller von Regensburg] angreifen, oder
für die, die Frauen als Priester wollen.“
„Gell, Frau Heindl“ – wandte sich die Fürstin in Richtung
zur ebenfalls anwesenden Haushälterin des Papst-Bruders, Agnes Heindl: „Wir beide würden die Feuer schon
anzünden“.
Bei dem Essen äußerte sich die Fürstin auch über die Christdemokraten.
Das Problem sei,
„daß das alles so Großkopferte sind“. Da sei jemand wie dieser Herr
Thomas Fürst doch erfrischend.
Daß der Regensburger Oberbürgermeister Hans Schaidinger eine Audienz beim Papst bekommen hat, findet
die Fürstin „unglaublich“.
Ferner bedauerte die Fürstin, daß die Männer von heute alle „Weicheier“
seien. Auch ihre beiden Töchter würden oft meinen, „die sind alle andersrum“.
NachspielGloria von
Thurn und Taxis empörte sich am Donnerstag über die Verbreitung des privaten Gesprächs.
In einer Stellungnahme
erklärte sie, das Buch von Hans Conrad Zander ‘Kurzgefasste Verteidigung der Heiligen Inquisition’ „scherzhaft“
angesprochen zu haben:
„Aus diesem humorvollen und höchst privaten Wortgeplänkel später einige – mir
zugeschriebene – Zitate als öffentliche Stellungnahmen von mir in der Zeitung wiederzufinden, ist so
stil- und würdelos, daß ich es nicht weiter kommentieren möchte.“
Sie prüfe juristische Schritte.
Doch der Journalist, der das Tischgespräch verbreitet hat, ist sich keiner Schuld bewußt.
Er war zum
Geburtstag des Papstes nach Rom gereist und sei zufällig in der Regensburger Gruppe mit der Fürstin
gelandet – zitiert die regionale Tageszeitung ‘Mittelbayerische’.
Er habe sich als Journalist zu erkennen
gegeben, vor aller Augen mitgeschrieben und die Adlige mit deren Zustimmung beim Prosten fotografiert.