Freitag, 27. April 2007 16:17
Offiziell verbietet die EU die Diskriminierung der Religion. Zumindest solange letztere im Käfig bleibt. Sonst ist es mit der EU-Toleranz vorbei.

Homos auf einem Auflauf in Berlin, 2004
(kreuz.net, Straßburg) Das Europaparlament in Straßburg will die Homosexualisierung Polens und der ganzen
EU forcieren.
Das beschloß das Parlament in Straßburg am Donnerstag nach einer fast einstündigen Debatte
am Mittwoch in einer Resolution mit 325 gegen 124 Stimmen.


Die Resolution ist angenommen
Die EU-Kommission fordert eine Untersuchung
über eine angeblich „zunehmende Tendenz zu rassistischer, fremdenfeindlicher und homophober Intoleranz“
in Polen.
Die sogenannte EU-Beratungsstelle für Rassismus in Wien wird die Untersuchung leiten und die
Situation der Homo-Unzüchtigen in Polen begutachten.
Die Resolution fordert das polnische Bildungsministerium
auf, einen Gesetzesentwurf zurückzuziehen, der die Verbreitung von Homo-Propaganda an Schulen eindämmt.
Die EU wird überprüfen, ob das angekündigte Gesetz nicht dem EU-Vertrag widerspricht.
Auch die Umsetzung
der EU-Antidiskriminierungs-Richtlinie in Polen muß nun geprüft werden. Bei Verstoß soll eine Klage
beim Europäischen Gerichtshof eingereicht werden.
Die Abgeordneten haben ferner den 17. Mai zu einem
sogenannten „Tag gegen Homophobie“ ausgerufen.
Die römische Tageszeitung ‘La Repubblica’ berichtete
heute, daß in dem vom EU-Parlament verabschiedeten Dokument ursprünglich auch der Name des Vorsitzenden
der italienischen Bischofskonferenz, Erzbischof Angelo Bagnasco von Genua, genannt war.
Mons. Bagnasco
hat sich in der Vergangenheit gegen die geplante Einführung eines staatlich anerkannten Homo-Konkubinats
stark gemacht.


Die Debatte führte Mechtild Rothe (SPD), Vizepräsidentin des EU-Parlaments
Argumente der DebatteDie Resolution richte sich nicht gegen Polen, sie sei gegen die
sogenannte Homophobie – beschwichtigte eine Abgeordnete aus den Niederlanden, um mit einer manipulierenden
Sprechweise weiterzufahren:
„Unglücklicherweise hat Polen kein Monopol auf Homophobie.“
Die Abgeordneten
rechtfertigen ihre Intoleranz gegen Polen mit den angeblichen EU-Grundfesten Respekt und Toleranz.
Gleich
mehrere Abgeordnete bemühten die Verfolgung von Homosexuellen während des Dritten Reiches: „Nach dem
zweiten Weltkrieg haben wir die
Lektion nicht gelernt.“
Der polnische EU-Abgeordneter Jan Jerzy Kulakowski
(76) von der liberal-konservativen Demokratischen Partei, erklärte, daß es einen Unterschied zwischen
Toleranz und Förderung der Homosexualität gebe.


Abgeordneter Witold Tomczak
Ein anderer polnischer EU-Abgeordnete, Witold Tomczak
(49) von der ‘Liga polnischer Familien’, stellte fest, daß auch die „verlorenen Menschen, die homosexuell
sind“, Hilfe verdienten:
„Die Homosexuellen warten auf Heilung. Dagegen ist die Akzeptanz der Homosexualität
als etwas Natürliches eine Glorifizierung der Krankheit.“
Statt die Polen ungerecht zu kritisieren,
sollten die Europäer dem polnischen Vorbild nachahmen.
Tomczak empfahl das Buch von Richard Cohen „Ein
anderes Coming Out“.
Daraufhin versuchte der finische rechtskonservatie EU-Abgeordnete Alexander Stubb
(38), Tomczak den Mund verbieten:
„Das ist der Grund, warum wir die Debatte im Parlament brauchen. Das
sind die homophobischsten Äußerungen die ich hier im Hause seit langem gehört habe“ – donnerte er.
Die ganze Debatte ist auf der Webseite des EU-Parlamentes ab 17.03 Uhr „Rothe“ als Video abrufbar©
Titelbild: Lienhard Schulz, GNU-Lizenz.
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