Muslimisches Urteil
Ist Christi Himmelfahrt ein Fest von Säufern?
Ein deutsch-moslemisches Internetportal gab kürzlich einige praktische Hinweise, wie Christen die Sinnentleerung des Himmelfahrtstages aufhalten können.
© Fredrik Olofsson, Creative Commons
(kreuz.net) Am 14. Mai publizierte die deutsch-moslemische Webseite ‘Muslim-Markt’ einen Artikel unter dem Titel ‘Das Himmelfahrtsbesäufnis’.

Darin wird festgestellt, daß Christi Himmelfahrt in Deutschland „zu einem kollektiven öffentlichen Besäufnis“ verkommen ist.

Zwar seien die Inhalte von Christi Himmelfahrt für den gläubigen Christen von größter Bedeutung. Dennoch müsse man an diesem Tag lange suchen, um noch einen Christen zu finden, der die Faszination des Festes verspüre.

In Deutschland sei der Tag vor allem als sogenannter Vatertag bekannt „und habe vergleichsweise wenig mit Jesus zu tun“.

Wie jeder modern-traditionelle Feiertag, zeichne sich der Vatertag dadurch aus, daß man nicht nach dem Ursprung der Tradition fragen dürfe. Um dabei zu sein, müsse man einfach die Riten mitmachen – unabhängig davon, wie sinnentleert sie seien.

Der Hauptritus des Vatertages bestehe in Deutschland darin, daß man sich gemeinsam und öffentlich besaufe:

„Zur allgemeinen Belustigung und um die sexuelle Affinität nicht zu kurz kommen zu lassen, dürfen seit einigen Jahren auch Menschen mitsaufen, die nie Vater werden können, weil sie Frauen sind.“

Christi Himmelfahrt
Du höchster Herr der Ewigkeit, Du Retter der verlornen Welt, durch den der Tod vernichtet ist, das Leben siegreich triumphiert.Zum Thron des Vaters steigst Du auf und nimmst zu seiner Rechten Platz; der Dich erhöht in Herrlichkeit, er setzt Dich ein in seine Macht.In Ehrfurcht beugen sich vor Dir der Himmel und das Erdenrund, und selbst die Unterwelt bekennt: Du bist der Herr der ganzen Welt.

Somit sei der Himmelfahrtstag in einem ersten Schritt entwürdigt worden, indem man ihn zum Vatertag umfunktioniert habe. Dann sei er – unabhängig vom Vatersein – ein allgemeiner Sauftag geworden:

„Laut Statistischem Bundesamt steigt an Christi Himmelfahrt die Zahl der durch Alkohol bedingten Verkehrsunfälle auf das Dreifache des Tagesdurchschnittes und erreicht einen Jahreshöhepunkt.“

Für manche finde dann – so der Artikel – tatsächlich eine ungewollte Himmelfahrt statt.

Der Verfasser schlägt dann eine Brücke zur „Integrierung der Muslime“ in die Gesellschaft.

Da kaum erklärt werde, was mit dieser Integration konkret gemeint sei, müßten sich die Musulmanen an der „Integration der Christen“ orientieren.

Dabei sei festzustellen, daß die religiösen Feiertage der „integrierten Christen“ in ihr Gegenteil verkehrt würden.

Die meisten Christen würden dazu schweigen oder gar mitmachen:

„So funktioniert »Integration«, wie es sich die Gesellschaft vorstellt.“

Das sei das Ergebnis der angeblich „jüdisch-christlichen“ Wurzeln der deutschen Gesellschaft, auf die sich viele islamfeindliche Politiker gerne berufen und dabei gleichzeitig den eigenen christlichen Glauben verhöhnten.

Dagegen erklärt der Artikel, daß eine echte Integration der Muslime in Deutschland auch die „jüdisch-christlichen“ Wurzeln retten könnte.

Im Namen dieser mißbrauchten Wurzeln würden Werte vermittelt, „die weder mit dem Judentum noch mit dem Christentum vereinbar“ seien:

„Eine wahre Integration des Islam könnte Christi Himmelfahrt wieder zu einem religiösen Feiertag machen. Denn eine zunehmende Zahl von Alkoholablehnern sucht nach neuen Inhalten für den Vatertag. Was läge da näher, als den eigentlichen Sinn wieder zu beleben?“

Der Artikel schließt mit der Feststellung, daß an Christi Himmelfahrt eine zumindest symbolische Integration der Muslime möglich sei.

Denn die Muselmanen seien nicht bereit, sich öffentlich zu besaufen.

Darum wäre es angebracht, wenn der „eine oder andere hier lesende Christ“ sich mit seinen muslimischen Mitbürgern solidarisiere und zumindest an Christi Himmelfahrt auf Alkohol verzichte:

„Das könnte der Beginn einer gemeinsamen Integrationskultur von Juden, Christen und Muslime in Deutschland sein, die Besonnenheit, Vernunft und geistigen Wachheit vorlebt.“