11:05:01 | Donnerstag, 17. Mai 2007
Ein deutsch-moslemisches Internetportal gab kürzlich einige praktische Hinweise, wie Christen die Sinnentleerung des Himmelfahrtstages aufhalten können.
(kreuz.net) Am 14. Mai publizierte die deutsch-moslemische Webseite ‘Muslim-Markt’ einen Artikel unter
dem Titel ‘Das Himmelfahrtsbesäufnis’.
Darin wird festgestellt, daß Christi Himmelfahrt in Deutschland
„zu einem kollektiven öffentlichen Besäufnis“ verkommen ist.
Zwar seien die Inhalte von Christi Himmelfahrt
für den gläubigen Christen von größter Bedeutung. Dennoch müsse man an diesem Tag lange suchen, um
noch einen Christen zu finden, der die Faszination des Festes verspüre.
In Deutschland sei der Tag vor
allem als sogenannter Vatertag bekannt „und habe vergleichsweise wenig mit Jesus zu tun“.
Wie jeder modern-traditionelle
Feiertag, zeichne sich der Vatertag dadurch aus, daß man nicht nach dem Ursprung der Tradition fragen
dürfe. Um dabei zu sein, müsse man einfach die Riten mitmachen – unabhängig davon, wie sinnentleert
sie seien.
Der Hauptritus des Vatertages bestehe in Deutschland darin, daß man sich gemeinsam und öffentlich
besaufe:
„Zur allgemeinen Belustigung und um die sexuelle Affinität nicht zu kurz kommen zu lassen,
dürfen seit einigen Jahren auch Menschen mitsaufen, die nie Vater werden können, weil sie Frauen sind.“
Christi Himmelfahrt

Maler: Giotto di Bondone († 1337)

Maler: Rembrandt Harmenszoon van Rijn († 1669)

Darstellung
in einem illustrierten Stundenbuch aus dem 15. Jahrhundert.

Darstellung der Himmelfahrt im Rabbula-Evangeliar
(6. Jahrhundert)

Maler: Pietro Perugino († 1523)
Somit sei der Himmelfahrtstag in einem ersten Schritt
entwürdigt worden, indem man ihn zum Vatertag umfunktioniert habe. Dann sei er – unabhängig vom Vatersein –
ein allgemeiner Sauftag geworden:
„Laut Statistischem Bundesamt steigt an Christi Himmelfahrt die Zahl
der durch Alkohol bedingten Verkehrsunfälle auf das Dreifache des Tagesdurchschnittes und erreicht einen
Jahreshöhepunkt.“
Für manche finde dann – so der Artikel – tatsächlich eine ungewollte Himmelfahrt
statt.
Der Verfasser schlägt dann eine Brücke zur „Integrierung der Muslime“ in die Gesellschaft.
Da kaum erklärt werde, was mit dieser Integration konkret gemeint sei, müßten sich die Musulmanen an
der „Integration der Christen“ orientieren.
Dabei sei festzustellen, daß die religiösen Feiertage der
„integrierten Christen“ in ihr Gegenteil verkehrt würden.
Die meisten Christen würden dazu schweigen
oder gar mitmachen:
„So funktioniert »Integration«, wie es sich die Gesellschaft vorstellt.“
Das sei
das Ergebnis der angeblich „jüdisch-christlichen“ Wurzeln der deutschen Gesellschaft, auf die sich viele
islamfeindliche Politiker gerne berufen und dabei gleichzeitig den eigenen christlichen Glauben verhöhnten.
Dagegen erklärt der Artikel, daß eine echte Integration der Muslime in Deutschland auch die „jüdisch-christlichen“
Wurzeln retten könnte.
Im Namen dieser mißbrauchten Wurzeln würden Werte vermittelt, „die weder mit
dem Judentum noch mit dem Christentum vereinbar“ seien:
„Eine wahre Integration des Islam könnte Christi
Himmelfahrt wieder zu einem religiösen Feiertag machen. Denn eine zunehmende Zahl von Alkoholablehnern
sucht nach neuen Inhalten für den Vatertag. Was läge da näher, als den eigentlichen Sinn wieder zu
beleben?“
Der Artikel schließt mit der Feststellung, daß an Christi Himmelfahrt eine zumindest symbolische
Integration der Muslime möglich sei.
Denn die Muselmanen seien nicht bereit, sich öffentlich zu besaufen.
Darum wäre es angebracht, wenn der „eine oder andere hier lesende Christ“ sich mit seinen muslimischen
Mitbürgern solidarisiere und zumindest an Christi Himmelfahrt auf Alkohol verzichte:
„Das könnte der
Beginn einer gemeinsamen Integrationskultur von Juden, Christen und Muslime in Deutschland sein, die Besonnenheit,
Vernunft und geistigen Wachheit vorlebt.“