18:44:12 | Sonntag, 20. Mai 2007
Das gegenwärtige Schulsystem in Deutschland ist inzwischen so abgewirtschaftet, daß sich die Politiker mit mehr Energie als bisher nach Alternativen umsehen sollten.

Niveau und Disziplin der Schulen sinken dramatisch
© Bridget Nireka Enya Amanthi Sinead T., Creative
Commons(kreuz.net, Nürnberg) Das ‘Netzwerk Bildungsfreiheit’ fordert eine Öffnung des deutschen Bildungssystems
für alternative Bildungsformen.
Das ‘Netzwerk’ ist ein deutscher Zusammenschluß von Organisationen
und Einzelpersonen, denen das Recht auf freie Wahl und Gestaltung des eigenen Bildungswegs ein Anliegen
ist.
Die Vereinigung tagte Anfang Mai in Rothenfels bei Würzburg.
Rund 250 Besucher versammelten sich
unter dem Motto „Bildungsfreiheit statt Schulzwang“ zum zweiten ‘Internationalen Kolloquium zum Heimunterricht’.
Dabei traten Redner aus insgesamt elf europäischen und nordamerikanischen Ländern auf.
Die These der
Tagung: Deutschland kann den Heimunterricht angesichts positiver Erfahrungen im Ausland nicht länger
verbieten.
Viele nichtdeutsche Referenten berichteten von der Bildungsfreiheit und den Möglichkeiten
in den Nachbarländern Deutschlands.
Hierdurch wurde erneut der Charakter des deutschen Schulanwesenheitszwangs
offenbar, der Deutschland als europäisches Schlußlicht plaziert.
Am Kolloquium wurden auch Ergebnisse
der Hirn- und Bildungsforschung präsentiert, um die Vorteile von Bildung ohne Schulzwang hervorzuheben.
Da Deutschland die Menschenrechts-Charta unterzeichnet hat, appellieren die Teilnehmer an die deutsche
Regierung, dem Land Bildungsfreiheit zu gewähren.
Das nächste Kongreß ‘Internationale Kolloquium zum
Heimunterricht’ wird im Jahr 2008 in den Niederlanden durchgeführt.