19:47:47 | Freitag, 25. Mai 2007
Wie sich jeder eine fundierte Meinung über die Evolutionstheorien bilden kann. Von Dr. med. Wolfgang B. Lindemann.

Buchcover von „Leben – woher? Das Spannungsfeld Schöpfung/ Evolution“
(kreuz.net) Ist Kritik an der Evolutionstheorie eine Sache von Fachleuten? Die Antwort auf diese Frage
lautet: Nein. Denn die Hauptargumente gegen die Evolutionstheorie können von jedermann erfaßt werden.
Sie müssen nur verständlich vorgetragen werden.
Das tut das Buch „Leben – woher?“ von Dr. Reinhard
Junker.
Junker ist langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter der evolutionskritischen
‘Studiengemeinschaft
Wort und Wissen’.
Auf dem rückseitigen Buchdeckel heißt es: „Im Naturkunde-Unterricht und in den Darstellungen
der Medien ist von einem Schöpfer gewöhnlich nicht die Rede.“
Alles Leben müsse durch Evolution und
natürliche Auslese erklärbar sein.
Junker und fünf weitere Fachleute präsentieren einen leicht verständlichen
Gesamtüberblick über die Frage nach dem Ursprung des Lebens.
Dabei werden die wichtigsten Aspekte aus
Astronomie, Geowissenschaften, Biologie, Fossilforschung und präbiotischer Chemie, die sich mit der Entstehung
des Lebens befaßt, behandelt.
Der Autor ist der Bibel verpflichtet. Doch er unterscheidet biblische
und naturwissenschaftliche Argumente konsequent und bemüht sich dabei um Fairneß der Darstellung.
Er
scheut sich auch nicht, Fragen anzusprechen, die aus biblischer Sicht offen sind.
Nach Junker bleibt
die „Evolution“, die wirklich beobachtet werden kann, im Rahmen der Grenzen der geschaffenen Arten – also
der Grundtypen.
Es ist bekannt, daß sich Lebewesen durch Zucht oder natürliche Selektion verändern
können. Man kann zum Beispiel Hunde mit besonders kurzen Beinen züchten.
Doch noch nie wurde beobachtet,
daß ein Hund Hörner oder ein Frosch Flügel bekommen hätte.
Kann Leben
von selber entstehen? Aufgrund dessen, was wir bisher wissen – und nur das ist Wissenschaft – sagt Junker
nein. Zwar könnten einige wenige und unbelebte Substanzen in einer urzeitlichen Ursuppe von selber entstanden
sein. Aber das genügt bei weitem nicht.
Das Buch konfrontiert auch die biblischen Aussagen mit den herrschenden
evolutionären Vorstellungen.
Das ist in den sonstigen Publikationen der ‘Studiengemeinschaft Wort und
Wissen’ nicht üblich.
Das Buch trägt auch gute Argumente vor, daß das derzeit angenommene geologische
Alter der Erde um Größenordnungen zu hoch geschätzt sei.
Es fragt sogar, ob es geologische Spuren
der Sintflut gibt.
Ein Kapitel stellt die herrschenden astronomischen Theorien zum Ursprung der Welt
in Frage.
Das relativ bekannte Urknallmodell muß zum Beispiel eine – bisher nie beobachtete – „dunkle
Materie“ annehmen. Sie kann auch eine Reihe von Phänomenen nicht erklären wie die strukturierte Verteilung
von Galaxien und Galaxiengruppen im Kosmos.
Auch ist bisher unklar, warum in unserem angeblich Milliarden
Jahre alten Planetensystem vier Planeten Ringe haben und der Jupitermond Io und der Neptunmond Triton
aktive Vulkane besitzen.
Ringe sind sehr kurzlebige Gebilde. Ein Rätsel ist auch, warum Io und Triton
nicht längst erkaltet sind.
Das Buch ist leicht verständlich geschrieben. Mit 12.95.- Euro ist es auch
preislich erschwinglich. Es gehört in den Bücherschrank jedes geistig interessierten Katholiken und
bestimmt jedes katholischen Akademikers.
Reinhard Junker: Leben – woher? Das Spannungsfeld Schöpfung/
Evolution. Unter Mitarbeit von Harald Binder, Thomas Fritzsche, Norber Pailer, Manfred Stephan, Henrik
Ullrich, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2. Auflage 2003, ISBN 3-89436-342-8.