16:01:58 | Mittwoch, 6. Juni 2007
Der Pfarrer des Wiener Stephansdoms hat zu einem Artikel Stellung genommen, der über ihn in einem Boulevardmagazin
veröffentlicht wurde. Von Dompfarrer Toni Faber.

Hw. Anton Faber
© Pressefoto der APA anläßlich des 1. Sommerfests der Jasomirgottstraße im Juni 2006(kreuz.net, Wien) Leider hat der Journalist David Pesendorfer in der Bearbeitung meiner Aussagen für
den Beitrag „Jesus Christ’s Superstar“ im österreichischen Wochenmagazin ‘News’ manches falsch verstanden
oder mißverständlich wiedergegeben.
Ich selber betrachte und bezeichne mich niemals als „Superstar“
oder „hippster Priester“.
Mein Lifestyle ist auch nicht „göttlich“ sondern „menschlich“.
Papst Johannes
Paul II. prägte den Satz: „Der Weg der Kirche ist der Mensch.“
Den Menschen nahe zu sein ist mein Anliegen.
Deshalb versuche ich auch unkonventionelle Wege zu gehen und zum Beispiel am Valentinstag
alle Liebenden
zu Gebet und Segen in den Dom einzuladen.
Auch homosexuell empfindende Menschen sind genauso willkommen.
Das ist aber keine „Trauung“ – wie fälschlich vermeldet.
Selbstverständlich ist die Sexualität eine
Gabe Gottes und gehört untrennbar zum Menschsein. Dennoch besitzt sie für mich und viele andere nicht
den allerwichtigsten Stellenwert im Leben.
Ich habe darauf vertraut, daß meine Position und meine Worte
meiner Intention entsprechend wiedergegeben werden.
Leider habe ich mich getäuscht.
Wer wirklich wissen
will, was mir in der Kirche wichtig ist, der ist herzlich eingeladen, sich zum Beispiel bei der „Langen
Nacht der Kirchen“ im lichtdurchfluteten Wiener Stephansdom gemeinsam mit David Pesendorfer ein Bild zu
machen, wenn gerade durch unsere Mithilfe Tausende Menschen zu einer ganz neuen Gotteserfahrung geführt
werden.