16:53:49 | Montag, 18. Juni 2007
Was mit der Forderung nach Toleranz begann, endet Schritt und Schritt in Repression, Diskriminierung sowie in der Verfolgung des Christentums und der Religionen.

Homo-Auflauf in Rom am Samstag
(kreuz.net) Am 21. März 2007 wurden das „Gleichheitsgesetz, Regelungen zur sexuellen Orientierung“ –
Equality Act, Sexual Orientation Regulations – vom Britischen Oberhaus angenommen.
Die meisten Religionsgemeinschaften
des Landes bedauerten diese Entscheidung.
Das berichtet die Britische ‘Evangelische Allianz’ Anfang April
auf ihrer Webseite.
Die Religionsgemeinschaften sehen darin den Anfang einer Reihe repressiver, ideologisch
motivierter Gesetze, die letztlich die Gewissens- und Glaubensfreiheit einschränken und den Menschen
eine „neue Moral“ aufzwingen.
Die Britische Regierung widersetzte sich allen Versuchen, Ausnahmebestimmungen
zu Gunsten der persönlichen Gewissensfreiheit in das Gesetz aufzunehmen.
Die neuen Bestimmungen
fordern zum Beispiel, daß Dienstleistungen in derselben Qualität, Art und zu denselben Bedingungen gegenüber
allen Menschen – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung – zu erbringen sind.
Was zunächst vernünftig
klingt, erweist sich näher betrachtet als äußerst problematisch.
Aus Gewissensgründen zurückgetreten
So sind
christliche Adoptionsagenturen von dieser Bestimmung besonders betroffen. Bis Ende 2008 müssen
sie Kinder auch an Homo-Paare ausliefern.
Zwanzig Standesbeamte sind bereits zurückgetreten oder sie
wurden entlassen, weil sie sich aus Gewissensgründen weigerten, Homo-Paarungen in der sogenannten Zivilpartnerschaft
zu trauen.
Unklar ist noch, ob das Verbot der Diskriminierung im Bildungswesen auch den Lehrplan christlicher
und anderer religiöser oder privater Schulen betreffen wird.
Einige Juristen befürchten, daß die vage
Formulierung im Gesetz, daß „sonstiger Schaden“ zu vermeiden sei, so ausgelegt werden könnte, daß christliche
Schulen ein Sexualleben innerhalb und außerhalb der Ehe, natürliche und Homo-Beziehungen als gleichwertig
darstellen müssen.
Eine Vermittlung biblischer, christlicher Werte wäre damit verboten. Regierungsjuristen
haben sich bereits in diesem Sinn ausgesprochen.
Die Parlamentarierin Baroness Elizabeth Andrews hat
sich im Oberhaus offen dafür stark gemacht, daß es Lehrern gesetzlich untersagt sein sollte, den Schülern
zu vermitteln, daß die Homo-Unzucht falsch sei.
Und die Christen?Ebenfalls problematisch ist eine
neue Gesetzesbestimmung, wonach es verboten ist, jemanden zu lehren oder zu veranlassen oder selber zu
versuchen, „unrechtmäßige Diskriminierung“ vorzunehmen.
Folglich könnte ein Priester oder Pastor,
der lehrt, daß Homo-Handlungen mit der christlichen Moral unvereinbar sind, gerichtlich verfolgt werden.
Die neuen Tendenzen in der Britischen Gesetzgebung deuten darauf hin, daß das Recht auf einen Homo-Lebensstil
höher bewertet wird, als das Recht, in der Öffentlichkeit als Christ zu leben.
In der neuen Hierarchie
der Rechte steht die Religion weit unten. Toleranz scheint zu bedeuten, daß alles erlaubt ist – außer
religiöse Überzeugungen, die mit aller Macht ins Kämmerlein des Privatlebens verbannt werden.
Die
Britische ‘Evangelische Allianz’ erklärt, daß es jetzt wichtig sei, den konstruktiven Dialog mit der
Regierung fortzusetzen, um eine Anwendung des Gesetzes zu erreichen, bei der alle Bürger fair behandelt
und gleichzeitig die Gewissens- und Religionsfreiheit als Grundfreiheiten gewahrt bleiben.