11:02:47 | Donnerstag, 5. Juli 2007
Eine Eichstätter Gruppierung glaubt eine simple Lösung für die schweren Glaubens- und Führungsprobleme in Klerus und Kirchenvolk gefunden zu haben.

Der verheiratete Priester Hans-Tilman Golde neben seinem Bischof Gregor Hanke
© Pressestelle Bistum Eichstätt(kreuz.net, Eichstätt) Die kirchenfeindliche Gruppe „Wir sind Kirche“ fordert ein Ende der Zöllbats-
verpflichtung für Priester.
Das berichtete die Tageszeitung ‘Eichstätter Kurier’ am 23. Juni.
Anlaß
für die Forderung war die Priesterweihe von Diakon Hans-Tilman Golde (44), der am 30. Juni in Eichstätt
zum Priester geweiht wurde.
Hw. Golde ist ein ehemaliger evangelischer Pfarrer. Er ist verheiratet und
hat drei Kinder.
„Wir sind Kirche“ nahm die Ankündigung der Weihe von Diakon Golde zum Anlaß, daran
zu erinnern, daß der Priesterzölibat in den letzten Jahrzehnten angeblich dazu geführt habe, daß über
10.000 Priester in Deutschland, weltweit etwa 100.000, ihren Dienst quittiert hätten.
Priesterweihen
in Eichstätt und Bamberg 2007

© Pressestelle Bistum Eichstätt

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© Pressestelle
Erzbistum Bamberg

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Bamberg

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Die Vereinigung glaubt, daß der Zölibat einer der wichtigen
Gründe für die zunehmende pastorale Notlage in den Gemeinden sei.
Darüber hinaus bleibe den Menschen
das Glaubwürdigkeitsproblem der Kirche durch eine angeblich häufige „zölibatäre Scheinwelt“ nicht
verborgen. Unter dieser würden nicht nur die Priester, sondern auch deren inoffizielle Frauen und Kinder
leiden.
Die „häufigen“ Ausnahmen vom Pflichtzölibat, wie beim ehemaligen evangelischen Pfarrer Golde,
und die Tradition der Kirche bis ins zwölften Jahrhundert bewiesen, so die Gruppe „Wir sind Kirche“,
daß dieses „nicht mehr vertretbare“ Kirchengesetz geändert werden könne.
Ein „Recht der Gemeinden
auf Eucharistiefeier und Leitung“ sei wichtiger als die jetzige kirchenrechtliche Regelung.