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Liturgisches Interesse + Manipulierte Manipulationsvorwürfe + Interessanter Sperrmüll + Zu laut geläutet + Latein und Deutsch
Papst Benedikt XVI. im Kreuzfeuer der jüdischen Kritik.
Papst Benedikt XVI. im Kreuzfeuer der jüdischen Kritik.
Liturgisches Interesse

Heiliges Land. Die israelischen Oberrabbiner Yona Metzger und Schlomo Amar haben sich am 10. Juli in einem Schreiben an Papst Benedikt XVI. gewandt. Die zwei bitten den Heiligen Vater darin um klärende Worte zum jüdisch-christlichen Dialog angesichts der Freigabe der Alten Messe und der Karfreitagsfürbitte für die Bekehrung der Juden. Das erklärte der israelische Botschafter beim Heiligen Stuhl, Oded Ben-Hur, am Freitag gegenüber der ‘Katholischen Nachrichtenagentur’. Bislang habe der Vatikan nicht auf den persönlichen Brief reagiert.

Manipulierte Manipulationsvorwürfe

Vatikan. Der Vatikan weist Vorwürfe zurück, Einträge in der Internet-Enzyklopädie ‘Wikipedia’ manipuliert zu haben. Der ‘Britische Rundfunk’ hatte gemeldet, ein Wikipedia-Eintrag über Verwicklungen des irischen Sinn-Fein-Führers Gerry Adams in einen Mordfall sei über einen Server des Vatikanstaates verfälscht worden. Der vatikanische Pressesprecher, Pater Federico Lombardi, erklärte gegenüber der Mailänder Tageszeitung ‘Corriere della Sera’, es gebe im Vatikan mehr als 1.000 Personen mit Zugang zu Computern. Zudem könnten Touristen von vatikanischen Rechnern auf das Internet zugreifen: „Der Heilige Stuhl hat damit nichts zu tun.“

Interessanter Sperrmüll

Österreich. Im österreichischen Wintersportort Zell am See ist ein rund 800 Jahre altes Kreuz der mittelalterlichen Kunstmanufaktur im französischen Limoges aufgetaucht. Eine 58jährige Frau fischte das wertvolle Passionskreuz aus vergoldetem Kupferblech und Email vor drei Jahren aus dem Sperrmüll und übergab es kürzlich auf Anraten eines Bekannten dem Bergbaumuseum in Leogang. Das Kreuz stammt aus dem Besitz der polnischen Adelsfamilie Czartoryski Dzialinska und wurde während der Nazizeit ins Nationalmuseum von Warschau gebracht. Von dort gelangte es während des Warschauer Aufstands 1944 nach Österreich.

Zu laut geläutet

Niederlande. Ein holländischer Priester wurde wegen zu lautem Glockengeläut zu 5.000 Euro Strafe verurteilt. Anwohner beschwerten sich bei dem Priester, weil die Kirchenglocken um sieben Uhr morgens zum Gebet riefen. Weil der Pfarrer die Glocken nicht abstellte, zogen sie vor Gericht. „Der Priester kann läuten, wann er will, aber er muß den Lärm innerhalb der gesetzlichen Grenzen halten“, so die Begründung des Richters.

Latein und Deutsch

Wird das Motu proprio ‘Summorum Pontificum’ direkte Auswirkungen auf die Gestaltung des neuen Gotteslobs haben?

Das neue Gotteslob wird die gesamte Bandbreite der Kirchenmusik berücksichtigen. Deshalb sind selbstverständlich Anteile des Gregorianischen Chorals vorgesehen, die auch zur Gestaltung einer heiligen Messe im „außerordentlichen Ritus“ herangezogen werden können. Auch dem Wunsch nach einem größeren Gebrauch der lateinischen Sprache im „ordentlichen Ritus“ trägt das GGB Rechnung. Zum Beispiel planen wir schon lange, im Ablauf der Grundstruktur der heiligen Messe Latein und Deutsch einander gegenüberzustellen, so daß der Gottesdienstbesucher sofort beides miteinander verbindet.

Der Bischof von Würzburg, Mons. Friedhelm Hofmann, Leiter der „Unterkommission Gemeinsames Gebet- und Gesangbuch“ (GGB) der Deutschen Bischofskonferenz vor der katholischen Zeitung ‘Tagespost’ vom 4. August