09:39:01 | Mittwoch, 12. September 2007
„Ich möchte mich bei Benedikt XVI. für das wichtigste Anliegen bedanken, das ich an ihn hatte: daß er das Motu Proprio zur Wiederfreigabe der Alten Messe erlassen hat.“
(kreuz.net, Wien) Am letzten Freitag sprach Ewald Stadler mit der antikirchlichen Tageszeitung ‘Der Standard’.
Das Interview erschien gestern auf der Webseite der Zeitung.
Stadler ist ein ehemaliges Mitglied der
rechtspopulistischen Gruppierung ‘Freiheitliche Partei Österreichs’:
„Ich war lange Zeit FPÖ-Mitglied
und habe versucht, der FPÖ in katholisch-konservativen Kreisen neue Wähler zu erschließen.“
Das Pontential
dieser Wähler schätzt Stadler in der FPÖ auf „sicher drei Prozent“: „Seitdem ich die Partei verlassen
habe, grundeln wir bei zehn, elf Prozent herum, wo wir vorher 15 Prozent gehabt haben.“
Die jetzige Parteiführung
werde „nicht von Intelligenz verfolgt“. Das sei allgemein bekannt:
„Mit Neuheiden- und Wotangläubigkeit
im 21. Jahrhundert Wähler zu erschließen, wird vielleicht in esoterischen Heilpraxen möglich sein –
in der katholischen Wählerschaft sicher nicht.“
Papstbesuch in ÖsterreichÜber den Papstbesuch in
Österreich hat sich Stadler gefreut:
„Ich möchte mich beim Papst für das wichtigste Anliegen bedanken,
das ich an ihn hatte, nämlich, daß er das Motu Proprio zur generellen Wiederfreigabe der alten Messe
erlassen hat.“
Stadler betonte, daß er mit seiner Familie jeden Sonntag die Alte Messe besucht. Der
Politiker steht der Priesterbruderschaft St. Pius X. nahe.
Muselmanen bekehrenZu den Muselmanen erklärte
Stadler, daß er für sie keine Minarette wolle: „Ich will Moslems zu Christen machen.“
Stadler stellt
die Frage, wo die Moslem-Mission ist. Der Islam sei in der Lage, jedes Jahr mehrere Tausend Deutsche und
einige Tausend Österreicher zur Konversion zu bewegen:
„Aber wo sind die Tausenden Moslems in Österreich,
die zum Katholizismus bekehrt werden?“
Der Missionsauftrag ergebe sich aus dem Evangelium. Falls die
Bischöfe nicht mehr wissen, was der Missionsbefehl ist, will ihnen Stadler gerne auf die Sprünge helfen.
Die Zukunft StadlersMittelfristig denkt Stadler an einen Rückzug aus der Politik.
Eine eigene Partei
will er nicht gründen: „Für eine Parteigründung braucht man erstens Geld, zweitens Geld und drittens
wieder Geld.“ Das habe er nicht. Er müsse eine Familie – seine Frau und sechs Kinder – erhalten.
Für
die Zukunft bereitet sich Stadler auf eine Anwaltstätigkeit vor. In den nächsten Jahren will er Dinge
machen, die ihm privat Freude bereiten – rechtliche Vertretungen übernehmen, Rechtsfälle lösen und
behandeln.
Man könne dabei gar „nicht so schlecht“ verdienen.