Samstag, 15. September 2007 08:20
Ende der Leiden + Nahrung und Wasser ist Minimum + Verhinderer + Viele Ankläger + Keine Restriktionen


Benedikt XVI. hält eine Vesper in Mariazell
Ende der LeidenVatikan. Papst Benedikt XVI. empfing gestern den Präsidenten des Sudan, Omar al-Baschir,
im Päpstlichen Sommerpalast Castel Gandolfo. Das Gespräch dauert knapp eine halbe Stunde. Wie üblich
erklärte der Pressesaal des Vatikan, daß die Unterredung in harmonischer Atmosphäre verlaufen sei.
Thema des Gesprächs war unter anderem die Lage in Darfur, einer Krisenregion im Westen des Landes. Der
Heilige Vater hofft auf ein Ende der Leiden und der Unsicherheit der Bevölkerung dieses Landesteiles.
Nahrung und Wasser ist MinimumVatikan. In einem gestern Freitag veröffentlichten Dokument hat die
Kongregation für die Glaubenslehre zwei Fragen zur Euthanasie beantwortete, die von der US-Bischofskonferenz
gestellt wurden. Die Verabreichung von Nahrung und Wasser als gewöhnliches und verhältnismäßiges Mittel
der Lebenserhaltung erklärt die Glaubenskongregation für verpflichtend. Diese Maßnahme verhindere Leiden
und Tod durch Verhungern und Verdursten. Eine solche Pflege schulde man auch einem Patienten im „
anhaltenden
vegetativen Zustand“.
Zwei Fragen, zwei Antworten und ein KommentarVerhindererFrankreich. Die Anfragen
französischer Gläubiger nach der Alten Messe sind angeblich gering. Das behauptete der Vorsitzende der
Liturgiekommission der Französischen Bischofskonferenz und Erzbischof von Toulouse, Mons. Robert Le Gall,
im Gespräch mit der linkskatholischen Wochenzeitung ‘La Croix’. Erzbischof Le Gall ist ein bekannter
Feind der Alten Messe. Er warnte zugleich vor dem Entstehen von Parallelkirchen. Es müsse verhindert
werden, daß ein Teil der Katholiken die Messe im Neuen und ein anderer Teil im Alten Ritus mitfeiere.
Der Bischof müsse in seiner Diözese der Moderator bleiben.
Viele AnklägerItalien. Die
Ankläger
des bekannten italienischen Priester Hw. Piero Gelmini (82) haben sich vermehrt. Das berichtete gestern
die Mailänder Tageszeitung ‘Corriere della Sera’. Über sechzig Personen – darunter zahlreiche Patienten
der von Hw. Gelmini gegründeten Drogenentzugsanstalten – beschuldigen den Priester mittlerweile des sexuellen
Mißbrauchs. Laut der Zeitung ermittelt die Staatsanwaltschaft auch wegen des Verdachts auf Schändung
Minderjähriger aus Thailand und Bolivien. Der greise Priester beteuert seine Unschuld.
Keine Restriktionen
Frage Haben Sie je Nachteile gehabt wegen ihres Engagements?
Hw. Achleitner: „Es gab keine Restriktionen.
Aber es wurde mir auch von Kollegen und Amtsträgern unterhalb der Bischofsebene mehrmals deutlich gesagt,
daß man Aussagen, wie ich sie mache, nicht machen könne. Für eine Karriere käme ich höchstwahrscheinlich
nicht mehr in Frage. Aber deswegen bin ich nicht Priester geworden. Ich will in der Pfarre arbeiten.“
Hw. Anton Achleitner im Gespräch mit der Regionalzeitung ‘Oberösterreichische Nachrichten’. Der Priester
ist Pfarrer in der Skandalpfarrei St. Franziskus in Wels und seit elf Jahren Organisator der antikirchlichen
Gruppe ‘Wir sind Kirche’.© Titelbild: Pressefoto Robert Jäger, APA-FOTO-POOL