Kardinal Meisner
Die üblichen bischöflichen Kameradenschweine
Der Empörungstanz der kirchenfeindlichen, linken Medienkonzerne gegen eine harmlose Predigt des Kölner Kardinals läuft noch immer. Was tun die übrigen Bischöfe? Sie ziehen die Köpfe ein. Pressestimmen.
Der 'ZDF' betont die Standhaftigkeit Kardinal Meisners.
Der ‘ZDF’ betont die Standhaftigkeit Kardinal Meisners.
In den Rücken gefallen

„»Nicht nachvollziehbar«, so der Rottenburger Bischof, sei es, bei der Frage nach Nähe oder Distanz zwischen Kunst und Religion den Begriff »entarten« zu verwenden. Man könne es Kunstschaffenden nicht verdenken, wenn sie sich dadurch diffamiert fühlen, sagte der Bischof. »Diese durch die Nationalsozialisten geprägte Begrifflichkeit beschwört den Horizont schlimmer Exzesse der Barbarei und fürchterlicher Schicksale von Künstlern und Schriftstellern herauf. Man muß auch nur den Anschein irgendeiner Nähe dazu ohne Wenn und Aber meiden«, sagte Bischof Fürst.“

Aus einem Artikel auf der Webseite des Erzbistums Rottenburg-Stuttgart.

Köpfe eingezogen

„Die Bischofskonferenz selbst wollte Meisners Äußerung und den Streit darüber nicht kommentieren.“

Aus einem Bericht der deutschen Tageszeitung ‘Welt’.

Die Ausnahme

„Ruhrbischof Felix Genn stellt sich hinter die Äußerungen des Kölner Kardinals Joachim Meisner. »Ich kann das Anliegen der Predigt verstehen, auch wenn ich nicht den besetzten Begriff gebraucht hätte«, erklärte Genn gegenüber der ‘Westdeutschen Allgemeinen Zeitung’ (Dienstagausgabe). Meisner habe eigentlich nicht »entartete Kunst« im nationalsozialistischen Sinne gemeint, sondern »Kunst, die aus der Art schlägt«.“

Aus einem Artikel in der Regionalzeitung ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’.

Löwen mit ausgebissenen Zähne

„Der Kölner Erzbischof Meisner ist beharrlich: Er bleibt bei seiner umstrittenen Äußerung zu »entarteter« Kultur – »unabhängig von dem Hagel der Kritik«. Das sagte eine Sprecherin des Erzbistums.“

Aus einem Bericht des ‘Zweiten Deutschen Fernsehen’.

Nicht „modern und liberal“

„Aber nimmt man die Predigt auch nur einen Augenblick lang ernst, stellt man fest: Sie paßt keineswegs zum Selbstverständnis einer modernen und liberalen Gesellschaft.“

Aus einem Bericht der extremistischen Berliner ‘Tageszeitung’.

Der Kardinal sollte zu seiner Bösartigkeit stehen

„Meisner sollte zu seiner Bösartigkeit stehen. Er müßte sagen: Wir sind nicht die älteste funktionierende Institution der Welt geworden, weil wir so kuschelig sind. Alle sind heute immerzu nett, sollte Meisner sagen, ich nicht. Weil das Leben und der Tod und die Dinge, an die wir Katholiken glauben, sich nach anderen Maßstäben richten als nach dem, was Leute so finden.“

Nils Minkmar in einem Kommentar für die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’.

Arme verletzte Menschen

„Der Kölner Kardinal Joachim Meisner (73) provoziert mit vielen seiner Äußerungen. Ob er sich zur Homosexualität äußert, zur Abtreibung oder jetzt zur Kultur – regelmäßig fühlen sich Menschen verletzt. Er selbst nimmt das meist in Kauf. »Wir sind nicht dazu da, der Gesellschaft nach dem Mund zu reden, sondern wir müssen Gott nach dem Mund reden«, lautet sein Credo.“

Aus der regionalen Tageszeitung ‘Frankenpost’.

Alte Leute sind blöd

„Es wäre unangemessen, den Kardinal in die rechtsradikale Ecke zu stellen. Ich glaube, das hat mit seinem Alter zu tun, und ich will ihm zugute halten, daß er schlechte Berater hat – oder gar keine. Er versteht das nicht und ist sich über die Folgen solcher Aussagen nicht im Klaren. Man sieht daran, wie gut es ist, daß Bischöfe mit 75 ihr Rücktrittsgesuch einreichen müssen.“

Der kulturpolitische Sprecher des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, im Gespräch mit dem ‘Kölner Stadt-Anzeiger’.

Doch kein Neonazi

„Als Neonazi freilich ist er noch nicht aufgefallen, und er wird auch nicht dazu, weil er aus Naivität oder Übereifer ein braunes Unwort benutzt hat. Was Meisner sagen wollte, ist wohl, daß eine Kultur auf Abwege gerät, die eine auch theologisch begründbare Würde des Menschen außer Acht läßt. Das hat nichts damit zu tun, daß nur noch Heiligenbildchen gemalt werden dürfen und muß als Meinung erlaubt sein.“

Aus der regionalen Tageszeitung ‘Nürnberger Zeitung’.

Dienstanweisung des jüdischen Zentralrates

„Der Zentralrat der Juden in Deutschland verlangt von der katholischen Kirche eine Stellungnahme zur Äußerung Kardinal Joachim Meisners über angeblich »entartete« Kultur und den »Verlust der Mitte«. »Das ist ein Thema, das die Kirche sehr schnell behandeln muß«, sagte Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch beim Neujahrsempfang der Jüdischen Gemeinde in Duisburg. Sie sei überrascht, daß ein Mensch, der ein Vorbild sein sollte, so etwas äußere.“

Aus der Berliner Zeitung ‘Der Tagesspiegel’.