Mittwoch, 3. November 2004 11:05
Schwarze Zuckerlimonade statt Weihwasser
In einem neuen Werbespot für eine bekannte schwarze Zuckerlimonade segnet ein Pseudo-Priester eine Reklameschönheit mit dem besagten Getränk.
(kreuz.net) Die Pointe einer neuen Werbung einer weltweit agierenden Zuckerlimonadenfabrik besteht darin, daß ein vermeintlicher Priester das Getränk benützt, um eine Strandschönheit zu segnen.

Er entsteigt dem wogenden Meer und hört trotz Wellenrauschen von weitem das Öffnen einer Limonadendose. Er dreht sich um und erblickt sie, eine kurzberockte, relativ schlecht gekämmte Strandschönheit, die sich gerade die besagte Limonade zuführt.

Der den Wogen Entstiegene beginnt sich langsam anzukleiden: Blue Jeans, schwarzes Hemd. Er wendet sich ihr zu. Sie ist entsetzt: Huch, ein Priesterkragen. Verunsichert blickt sie in die Meerlandschaft, während er sich ihr zielstrebig nähert. Seine Hand wandert zur Blechdose mit dem stark zuckerhaltigen Getränk. Er taucht seinen Finger in die schwarze Brühe. Der mit der klebrigen Limonade befeuchteter Finger berührt ihre Stirn. Er bezeichnet Sie mit dem Zeichen des Kreuzes.

Die Werbung hofft darauf, durch kirchliche Proteststürme multipliziert zu werden und zeugt von schlechtem Geschmack. A propos schlechter Geschmack. Damit hat der Produzent der schwarzen, klebrigen Brühe eine langjährige Erfahrung.
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