Freitag, 28. September 2007 14:49
Propagandistische Leichenschändung
Wer steckt hinter der Ärztin und ihrer von den Medien begierig aufgenommenen Behauptung, daß Papst Johannes Paul II. euthanasiert worden sei?
Papst Johannes Paul II.
Papst Johannes Paul II.
(kreuz.net) Die linkslastige, italienische Zeitschrift ‘MicroMega’ hat kürzlich behauptet, daß Papst Johannes Paul II. im April 2005 aufgrund einer Art von Euthanasierung zu Tode gekommen sei.

‘MicroMega’ ist eine Zeitschrift für Kultur, Politik, Wissenschaft und Philosophie. Sie wird von der linken Verlagsgruppe ‘L’Espresso’ publiziert.

Die Unterstellungen über den Tod von Johannes Paul II. wurden von der Narkoseärztin Lina Pavanelli in die Welt gesetzt. Frau Pavanelli hat den verstorbenen Papst nie behandelt.

In ihrer Ferndiagnose behauptete sie, dem schwerkranken Papst sei die lebenserhaltende Nahrung verweigert worden. Er habe erst in der letzten Phase seiner Krankheit einen Ernährungsschlauch erhalten.

Frau Pavanelli unterstellt auch, daß Johannes Paul II. im Widerspruch zur Lehre der Kirche behandelt worden sei. Diese erklärt, daß die Ernährung keinem Patienten vorenthalten werden darf.

In der Folge dieser Behauptung rekonstruierte die Mailänder Tageszeitung ‘Corriere della Sera’ in einem Artikel die letzten Tage im Leben von Papst Johannes Paul II.

Der Beitrag beruht auf dem Interview mit einem nicht genannten Vertrauten des verstorbenen Papstes.

Daraus geht hervor, daß der Vatikan erst am 30. März offiziell bekannt gab, daß der Papst mit einem Nasenschlauch ernährt werde: Doch in Wahrheit wurde diese Maßnahme schon viel früher ergriffen.

Als Johannes Paul II. vom 24. Februar bis zum 13. März 2005 in der römischen Gemelli Klinik hospitalisiert war, wurde der Ernährungsschlauch immer wieder eingesetzt.

Ab dem 21. März lebte der Papst permanent mit dieser Maßnahme. Der Schlauch wurde nur noch für seine kurzen öffentlichen Auftritte entfernt.

Das war auch der Grund, warum die TV-Kameras den Papst nur von hinten zeigten, als er die Karfreitagsprozession von seinem Schlafzimmer aus am Bildschirm mitverfolgte.

Im Anschluß an den ‘Corriere della Sera’ hat auch der päpstliche Leibarzt, Renato Buzzonetti, detailliert nachgewiesen, daß Frau Pavanellis Theorien unhaltbar sind.

Der Arzt sprach mit der römischen Tageszeitung ‘La Repubblica’. Das war seine erste öffentliche Erklärung seit dem Tod von Papst Johannes Paul II.

‘La Repubblica’ befragte Buzzonetti auch über den Bericht, wonach der Papst einer der anwesenden polnischen Schwestern am 2. April um 15.30 Uhr zuflüsterte: „Laßt mich zum Herrn gehen.“

Dabei handelte es sich nach Buzzonetti um eine „geistliche und aszetische Formulierung des Papstes“: Die Behandlung sei nie abgebrochen worden.

Bis zum Zeitpunkt seines Todes erhielt Papst Johannes Paul II. eine Infusion. Nach dem septischen Schock im 31. März, wurden alle Maßnahmen angewendet, um sein Herz und seine Lungen zu stärken.

Buzzonetti und andere Vertraute des verstorbenen Papstes verwehrten sich in scharfer Form gegen Behauptungen, wonach die Behandlung des Papstes in irgendeiner Form als „Euthanasierung“ bezeichnet werden könnte.

Am 26. September entlarvte sich Frau Pavanelli als Teil der gegenwärtig in Italien laufenden Propagandamaschine für die Legalisierung der Tötung alter und hilfloser Menschen.

An diesem Tag organisierte die Zeitschrift ‘Micromedia’ in Rom eine Pressekonferenz.

Daran nahm Frau Pavanelli zusammen mit der Witwe des italienischen Selbstmord-Ideologen Piergiorgio Welby teil, der sich im vergangenen Dezember medienwirksam umbringen ließ.

Bei der Pressekonferenz war auch der kirchenfeindliche ehemalige Benediktinerabt Giovanni Franzoni anwesend.

© Bild: Florian Seiffert, CC
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