Freitag, 5. Oktober 2007 12:16
Kompliziert ist geil
Die Mainzer Bistumszeitung schwärzt die katholischen Gemeinschaften Emmanuel, Jugend 2000 und Chemin Neuf als „fundamentalistisch“ an.
Fundamentalisten?
Fundamentalisten?
(kreuz.net) Am 7. Oktober wußte die Mainzer Bistumszeitung zu berichten, daß „christliche Fundamentalisten“ an deutschen Universitäten immer stärker um Mitglieder werben.

Als Gewährsmann zitiert die Kirchenzeitung den Darmstädter Hochschulpfarrer, Hw. Jürgen Janik.

Hw. Janik hat nach eigenen Angaben die Erfahrung gemacht, daß sich viele Studenten von Bewegungen angesprochen fühlten, die einen „absoluten Wahrheitsanspruch“ vertreten und die Bibel „wörtlich“ auslegten.

Der Geistliche ist Vorsitzender der ‘Konferenz für Katholische Hochschulpastoral’.

Diese hat offenbar das Thema „Christliche Fundamentalisten“ bei ihrer Jahrestagung in Münster behandelte.

Der Erfolg der „fundamentalistischen Gruppen“ liegt in „den einfachen Antworten“, die sie auf Fragen des Lebens geben – vereinfacht Hw. Janik.

Nach Angaben des Geistlichen handelt es sich zur Hälfte um freikirchliche Gruppen, zur anderen Hälfte um „katholische wie etwa die Bewegung Emmanuel, Jugend 2000 und Chemin Neuf“.

Die Aufgabe laute nicht Ausgrenzung, sondern Integration. Aber man werde keine „vereinfachten“ Antworten auf die Fragen des Lebens geben – wiederholt sich Hw. Janik.

Man werde auch nicht vorschreiben, was die Studenten zu denken und zu tun hätten: „Dagegen setzen wir eine Alternative“ – erklärt der Geistliche, ohne seine alternative Pastoral zu erläutern.

„Nett von Hw. Jannik, daß er nicht gleich den Scheiterhaufen errichtet, sondern »Integration« anstrebt“ – erklärte ein angefragter Priester in einer Stellungnahme:

„Die Frage ist nur: Wer hat Interesse daran, Hw. Jannik zu integrieren?“

Mission von Erneuerungsbewegungen vor dem Kölner Dom
© Titelbild: Jonathan D. Blundell, CC
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