Mittwoch, 10. Oktober 2007 11:40
Hinrichtungsjournalist Johannes B. Kerner
Ein ZDF-Talkshowmaster hat gestern Eva Herman in eine Falle gelockt, um sie anschließend mit einem in Deutschland schon länger nicht mehr öffentlich zelebrierten Sadismus zu Hackfleisch zu verarbeiten.


Eva Herman in der ZDF-Talkshow „Johannes B. Kerner“.
(kreuz.net) Der umstrittene ZDF-Talkshowmaster Johannes B. Kerner hat die Ex-Moderatorin Eva Herman wie
eine Ratte aus seiner Talkshow gejagt und die „Spielregeln der Fairneß“ – so die Tageszeitung ‘Welt’ –
über Bord geworfen.
Kerner entließ seinen Gast nach einem 50minütigen Scheindisput – ein fataler Tiefpunkt
im deutschen Journalismus der Nachkriegszeit.
„Relativ schnell wurde deutlich, daß es der Redaktion
einzig und alleine darum ging, Frau Herman nach ihrem Rauswurf als Moderatorin der NDR-Talkshow noch einmal
an den Pranger zu stellen“ – so Antje Hildebrandt in der deutschen Tageszeitung ‘Welt’.
Frau Herman versuchte
vergeblich, gegen die tauben Ohren Kerners und seiner geladenen Gäste anzureden.
Die weiteren Teilnehmer
der Talk-Show waren die linksextreme Schauspielerin Senta Berger, Ex-Talkmasterin und „Krawallschachtel“
Margarethe Schreinemakers und der Komiker und „Frauenversteher“ Mario Barth.
Doch nach fünfzig Minuten
kam aus dem Munde Kerners der Entscheid des Volksgerichtshofes: „Ich entscheide mich für die anderen
drei Gäste und verabschiede mich von Eva Herman.“
Das von Kerner unter dem Schein einer Talk-Show veranstaltete
Tribunal gegen Frau Herman vollzog sich im aufgeheizten Klima eines Schauprozesses.
Frau Herman wurde
zum Beispiel auf den Begriff „gleichgeschaltete Presse“ angesprochen, den sie früher einmal erwähnt
hatte. Kerner wußte, daß dieser Ausdruck ein „Begriff des Nationalsozialismus“ sei.
Ob es an diesem
Punkt überhaupt noch angebracht war, in der Sprache Adolf Hitlers († 1945) weiterzureden?
Wörtlich
antwortete Frau Herman: „Natürlich ist er da benutzt worden. Aber es sind auch Autobahnen damals gebaut
worden und wir fahren heute drauf.“
Frau Herman bedauerte auch, daß man heute nicht mehr über die deutsche
Geschichte sprechen könne, ohne Fehler zu machen.
Man kann Kerner getrost Heuchelei unterstellenModerator
Kerner heuchelte nach der Aufzeichnung, er hätte die Hoffnung gehegt, daß Frau Herman „ihre problematischen
Äußerungen im Gespräch relativieren würde“.
„Als klar war, daß wir dabei nicht weiterkommen“, habe
ich das Gespräch mit ihr beendet und mit meinen anderen Gästen fortgesetzt, erklärte er. In der Sendung
hatte er ein Zitat aus dem Herman-Buch „Das Eva-Prinzip“ wirkungsvoll mit einem Zitat des NS-Chefideologen
Alfred Rosenberg († 1946) verglichen.
Antje Hildebrandt erklärte in der Tageszeitung ‘Die Welt’ zum
dem Eklat in der Sendung, daß es Kerner „einzig und allein“ darum ging, Frau Herman nach ihrem Rauswurf
als Moderatorin der NDR-Talkshow noch einmal an den Pranger zu stellen.
© Florian K., GNU