Sonntag, 4. November 2007 17:33
Wenn einer Bedenken äußerte, wußte man, ihn zu beruhigen
„Wohl ist man zuerst recht vorsichtig zu Werke gegangen, damit die Leute nicht merken, auf was man hinaus will“. Ein alter Pfarrer über die Reformen des letzten Konzils. Von Hw. Alois Aßmayr († 1980).
Die Reform begann mit dem Kernstück: Messe und Liturgie. Skandal-Pfarrei St. Franziskus bei einer Messe im Mai 2007.
Die Reform begann mit dem Kernstück: Messe und Liturgie. Skandal-Pfarrei St. Franziskus bei einer Messe im Mai 2007.
(kreuz.net) Ich glaube, daß es euch schwer fallen wird, noch etwas zu finden, das ihr noch nicht zerstört habt, vielleicht wird manches aber auch noch kommen.

Angefangen hat dieses Zerstörungswerk eigentlich schon vor dem, „Konzil“. Die feste Grundlage hierfür aber hat das „Konzil“ geschaffen.

Wohl ist man zuerst recht vorsichtig zu Werke gegangen, damit die Leute nicht merken, auf was man hinaus will, um möglichst keinen oder nur geringen Widerstand zu erregen.

Mit Absicht hat man mit den „Reformen“ bei dem Kernstück der katholischen Kirche begonnen: der Liturgie und der Heiligen Messe.

Zu Beginn – so rechnete man – sind viele Konzilsväter noch nicht so hellhörig, um zu merken, worauf die ‘‘Reformen“ abzielen.

Auch hat man ja mit ganz bescheidenen und fast harmlosen Änderungen angefangen, aber doch die Türe für spätere und weiterreichende Veränderungen ein wenig geöffnet, ohne daß es viele Konzilsväter merkten.

Wenn einer Bedenken äußerte, verstand man es, ihn zu beruhigen.


Als dann 1969 die neue Messe auch in der Volkssprache erschien und angeordnet wurde, griffen viele voll Begeisterung danach, manche jedoch – auch ich – schüttelten den Kopf. Andere warnten sehr eindringlich davor.

Mich haben besonders die leeren nichtssagenden, eigentlich verlogenen Opfergebete und die Verfälschung in den Wandlungsworten stutzig gemacht.

Ich habe zum Schott gegriffen. Es kamen dann in einem fort Änderungen.

Hw. Aßmayr:
„Ich laß mich nicht mehr länger zum Narren halten und geh ganz zur alten lateinischen Messe zurück. Dann können die Affen übersetzen, was und wie sie wollen.“
„Als dann die „ökumenische Übersetzung“ erschien, sagte ich offen:

„Ich laß mich nicht mehr länger zum Narren halten und geh ganz zur alten lateinischen Messe zurück. Dann können die Affen übersetzen, was und wie sie wollen.

Wenn wir bei der Matura so übersetzt hätten, wären wir alle durchgeflogen.

Epistel und Evangelium werde ich an Sonn- und Feiertagen deutsch vorlesen, und ihr könnt hinten beten, was und wie ihr wollt.“

Es ist mir dann „Quo primum“ und „Auctorem fidei“ bekannt geworden.

„Pascendi“ war mir schon früher bekannt, ebenso der ganze Kampf von Papst Pius X. gegen den Modernismus.

Heute steht fest, daß die ganze maßgebende Führung der katholischen Kirche modernistisch ist und daher die Kirche auch. Die „Reformen“ beweisen es.

Auch ist heute bekannt, daß die neue Messe ein Fabrikat von liberalen Protestanten und modernistischen Katholiken ist, die beide den Opfercharakter der Heiligen Messe leugnen und auf deren Zerstörung ausgehen.

Um aber den Gläubigen Sand in die Augen zu streun, hat man eine Messe fabriziert, die noch eine zu sein scheint, in Wirklichkeit aber keine mehr ist.

Hw. Alois Aßmayr war Pfarrer in Biberwier im Bistum Innsbruck.
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