Mittwoch, 14. November 2007 08:46
kreuzmeldungen
Zeitenwende + Bischof greift ein + Zeit der Ernte + Interreligiöse Priesterinnen + Verpfuschtes Priesterleben
Papst Benedikt XVI. mit dem ehemaligen Zeremoniär Mons. Marini bei der Palmsonntagsliturgie 2006.
Papst Benedikt XVI. mit dem ehemaligen Zeremoniär Mons. Marini bei der Palmsonntagsliturgie 2006.
Zeitenwende

Vatikan. Am 5. November zelebrierte der Papst wie üblich ein Requiem für die im Vorjahr verstorbenen Kardinäle und Bischöfe. Dabei wurde die Liturgie erstmals vom neuen Päpstlichen Zeremonienmeister, Prälat Guido Marini, vorbereitet. Laut dem italienischen Vatikanisten Paolo Rodari trug der Papst eine seit langem unbenützte Spitzenalbe von Johannes XXIII. In der Mitte des Volksaltares stand ein hohes Kreuz. Links und rechts davon befanden sich jeweils drei schmale hohe Kerzen. Noch im Vorjahr war das Kreuz auf die Seite geschoben. Am Mahltisch standen vier kleinere, dicke Kerzen.

Bischof greift ein

Italien. Der Bischof der norditalienischen Stadt Treviso, Mons. Andrea Mazzocato, hat angeordnet, daß Pfarrer keine muslimischen Gottesdienste fördern dürften. Für die Abhaltung solcher Feiern dürfe außerdem kein Kircheneigentum zur Verfügung gestellt werden. Die Anordnung des Bischofs kam, nachdem bekannt wurde, daß eine Pfarrkirche seiner Diözese jeden Freitag als Moschee genutzt wird.

Zeit der Ernte

Deutschland. Seit 23 Jahren gibt es in Frankfurt am Main eine Alte Messe pro Woche. Sie durfte aber nie am Sonntag gefeiert werden. Mehr gestand der mittlerweile emeritierte liberale Bischof Franz Kamphaus von Limburg seinen Gläubigen nicht zu. Dank des Motu Propriums ‘Summorum Pontificum’ sind die mageren Jahre der Frankfurter Altgläubigen vorbei. Ab dem 1. Adventssonntag wird in der Frankfurter Kirche St.Leonhard an jedem Sonn- und Feiertag abends die Alte Messe zelebriert. Am 30. Oktober erteilte das Ordinariat Limburg dafür die – nicht mehr notwendige – Erlaubnis.

Interreligiöse Priesterinnen

Die zwei Neuordinierten mit der selbsternannten Bischöfin Fresen.
Die zwei Neuordinierten mit der selbsternannten Bischöfin Fresen.
USA. Zwei reifere Damen im Alter von 67 und 69 Jahren ließen sich am vergangenen Sonntag auf dem Gebiet des Erzbistums St. Louis im US-Bundesstaat Missouri von der selbsternannten Bischöfin Patricia Fresen in einer Synagoge ordinieren. Frau Patricia Fresen ist eine ehemalige Nonne aus Südafrika und lebt in Deutschland. Die beiden Damen wollen ab dem 1. Dezember in den Gebäuden der örtlichen Unitaristischen Gemeinde eine Gemeinde der Frauenpriesterinnen-Religion leiten. Erzbischof Raymond Burke hat die beiden Damen bereits vor der Weihesimulation vor der Strafe der Exkommunikation gewarnt.

Verpfuschtes Priesterleben

„Herr Kardinal, ich bin ein »alter Priester« von 76 Jahren in Pension. Am Ende meines Lebens bekenne ich Ihnen das, was ich in den 52 Jahren meines priesterlichen Weges gelernt habe: den Zweifel.“

Hw. Jean Robillard (76), Priester der Erzdiözese Montréal, in einem in der kanadischen Tageszeitung ‘Le Soleil’ publizierten Brief an Kardinal Marc Ouellet (63) von Québec.
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