18:31:01 | Donnerstag, 22. November 2007
Es gibt nichts Gefährlicheres als Obskurantisten wie Richard Dawkins, die mit ihrem aggressiven Atheismus die gottlose Gewaltbereitschaft verheimlichen. Von Leo G. Schüchter.
(kreuz.net) In seinem Hetzbuch „
Der Gotteswahn“ schiebt der Religionshasser Richard Dawkins fast alles
Elend dieser Welt den Religionen – insbesondere dem Christentum – in die Schuhe.
Dagegen würden naturwissenschaftlich
gebildete Atheisten, Agnostiker und Religionshasser Frieden, Freude, Freiheit und Fortschritt über die
Menschheit bringen.
Doch was ist mit den atheistischen Diktatoren des 20. Jahrhunderts, die mehr Menschen
umgebracht haben als alle Regime vor ihnen zusammengenommen?
Dawkins gibt auf diese Frage eine Antwort
von verblüffender Schlichtheit:
Stalin sei tatsächlich Atheist gewesen. Aber es gebe kein Indiz dafür,
daß sein Atheismus das Motiv für seine beispiellose Brutalität gewesen sei – flötet Dawkins auf Seite
379 seines Buches.
Der gelernte Biologe braucht keine Beweise für seine Reinwaschung des Atheismus:
Die Behauptung allein genügt ihm.
Weiterhin glaubt Dawkins: „Daß ein Krieg im Namen des Atheismus geführt
würde, kann ich mir nicht vorstellen.“
Die mangelnde Vorstellungskraft des Flachdenkers Dawkins ersetzt
auch hier die historische Analyse.
Ein Beispiel sind die russischen Bolschewiken. Schon bei der ersten
großen Welle des roten Terrors nach der Oktoberrevolution wurden zahllose Priester, Mönche und Nonnen
niedergemetzelt.
In den Jahren 1922 und 1923 starben mehr als 8000 orthodoxe Geistliche durch den roten
Terror. Eine noch größere Zahl verschwand in Konzentrationslagern und Gefängnissen.
Gleichzeitig schändeten
die Kommunisten Kirchengebäude, raubten Kircheneigentum und zerschossen Ikonen.
Ist es kein Indiz für
atheistisch motivierte Schandtaten, wenn unter den beiden Menschheitsverbrechern Wladimir Lenin († 1924)
und Joseph Stalin († 1953) mehr als 40.000 Sakralbauten vernichtet wurden?
Der russische Staatsterrorist
Lenin wollte die Religion vernichten.
Der ungläubige Jude Leo Trotzki († 1940) nannte die Revolution
den Prozeß, mit dem das „Rußland der Ikonen und Kakerlaken“ ausgemerzt werden solle.
1928 forderten
von den Kommunisten eingesetzte Gottlosenverbände die endgültige Ausrottung der Religion in der Sowjetunion.
Eine neue Welle der Christenverfolgung begann.
Als Zeichen der Dechristianisierung des Landes sollten
Bilder der Verbrecher Lenin und Stalin die Ikonen in Wohnstuben und Versammlungsräumen ersetzen.
Vielleicht
hilft es der mangelnden Vorstellungskraft eines Dawkins, wenn er an den stalinistischen Bürgerkrieg gegen
die orthodoxe Kirche denkt, bei dem 96.000 Geistliche, Diakone und Mönche abgeschlachtet wurden.
Dawkins
sollte sich auch an die kommunistischen Banditen erinnern, die im Spanischen Bürgerkrieg mehr als 7.000
Priester und Nonnen umbrachten sowie Kirchen und kirchliche Kulturgüter zerstörten.
Lenin und Stalin
handelten als marxistischen Ideologen. Bei ihnen stand der Kampf gegen die Religion an allererster Stelle.
Schon in seinen Frühschriften hatte der kommunistische Chef-Ideologe Karl Marx († 1883) den Kampf gegen
die Religion an erste Stelle gesetzt.
Der Kampf gegen die verkehrte Welt von Ausbeutung müsse mit dem
Kampf gegen die verkehrten Religionsvorstellungen beginnen. Die Kritik der Politik wollte Marx mit der
Kritik der Religion anfangen lassen.
Lenin hatte Marx’ Wort von der Religion als Opium des Volkes noch
einmal verschärft mit der Wendung, Religion sei bewußter Betrug – Opium für das Volk.
Mit dieser Betrugsthese
zeigte sich Lenin als ein gelehriger Schüler aufklärerischer Kirchenhasser wie Denis Diderot († 1784)
und Voltaire († 1778).
Die Französische Aufklärung macht mit ihrer satanischen Revolution des Atheismus
gegen Religion und Kirche den Anfang.
Voltaire gab die Parole aus, die später in Europa eine breite
Schneise der Zerstörung anrichtete: ‘Zerschmettert
die Infame [Kirche]!’
Im Kampf der Französischen
Revolution gegen das französische Volk wurde dieses atheistisch motivierte Programm erstmals
blutige
Wirklichkeit.
Tausende von Bischöfen und Priestern, Mönchen und Nonnen wurden hingerichtet, Hunderttausende
von Katholiken getötet.
In der Zeit der Schreckensherrschaft wollte man das Christentum in Frankreich
vernichten.
Es gibt nichts Gefährlicheres als Obskurantisten wie Dawkins, die mit ihrem aggressiven
Atheismus die Gewaltträchtigkeit ihrer eigenen Geschichte und Gegenwart leugnen.