Dienstag, 27. November 2007 11:55
Ich weigere mich, die unkatholischen Neuerungen, die schon so viel Unheil angerichtet haben, mitzumachen. Ein alter Pfarrer über die Reformen des letzten Konzils. Von Hw. Alois Aßmayr († 1980).


„Unkatholische Neuerungen haben sehr viel Schaden angerichtet.“
(kreuz.net) Ich schätze den Gehorsam sehr hoch ein, aber Gehorsam, besonders wenn er blind und ängstlich
ist – ist nicht Ungehorsam immer ein Laster.
Ich weiß, daß man meist Waschlappen und Kriecher lieber
hat als Leute mit Rückgrat. Verlassen kann man sich aber nur auf die zweiten.
Wie kann man von mir Treue
erwarten, wenn sie nicht bestrebt sind, sie dem Herrn zu halten?
Ich bin katholisch und will es bleiben,
koste es, was es wolle.
Gott Vater hat mich durch Seinen Sohn erlösen lassen, und was hat Ihn das gekostet.
Ein opfervolles Leben und einen schmerzlichen, ehrlosen Tod am Kreuze.
Was hat er sich aus Liebe zu mir
alles gefallen lassen? Dafür bin ich Ihm alle Liebe und grenzenlosen Dank schuldig.
Gott Vater hat mich
in der Taufe als Sein Kind angenommen. Nun kann ich mich nur herzlich freuen, einen so mächtigen, höchst
gütigen Vater zu haben.
Ich brauche mich nur zu bemühen, Ihm ein gutes Kind zu sein.
Dann kann ich
Ihm alles andere ganz ruhig überlassen und kann mich in Seiner Obhut so geborgen fühlen, daß ich mich
vor nichts und niemandem zu fürchten brauche.
So wirklich väterlich hat Er immer überall für mich
gesorgt, trotz meiner vielen Sünden und Armseligkeiten, daß ich mich immer nur wundern muß und für
Seine Barmherzigkeit immer nur danken kann.
Manchmal kommen mir die Tränen in die Augen, wenn ich über
Seine Liebe und Geduld nachdenke.
Aber verpäppeln tut der Vater im Himmel Seine Kinder nicht, und das
ist gut so. Aus verpäppelten Kindern wird nichts Gutes.
Ich habe daher Grund genug, Ihm mein grenzenloses
Vertrauen und meine ganze Liebe zu schenken. Ich bin daher fest entschlossen, mich nie dazu verleiten
zu lassen, überlegt und bewußt etwas tun zu wollen, was den Vater im Himmel betrüben oder Ihm gar wehe
tun würde, erst recht nicht etwas, was mich von Ihm trennen würde.
Mutet mir also nicht zu, daß ich
die modernistischen und sündhaften Neuerungen, die zum Teil direkt sakrilegisch sind, mitmache.
Erst
recht glaubt nicht, daß ich mir die neue Messe, die nach meiner Meinung eine Scheinmesse ist, und daher
ungültig ist, vorschreiben lasse.
Ich halte es für ein fürchterliches Verbrechen, daß man die Gläubigen
in die Irre führt.
Ich liebe meinen gütigen Vater im Himmel, und halte, so gut ich das in meiner Armseligkeit
kann, zu ihm.
Ich bin gefirmt worden. Da habe ich den Soldateneid geleistet, das heißt, feierlich versprochen,
fest und treu zu Ihm zu stehen in Wort und Tat, und mich bereit erklärt, dafür auch Schmach und Verfolgung
auf mich zu nehmen, immer und überall für Ihn einzustehen.
Darum weigere ich mich entschieden, die
unkatholischen Neuerungen, die schon so viel Unheil angerichtet haben, mitzumachen.
Der Bischof und das
Ordinariat kennen meine Haltung, man hat aber nie auch nur den Versuch gemacht, auf mich diesbezüglich
einen Druck auszuüben.
Ich rechne ihnen das hoch an. Ich hoffe, daß es auch weiterhin so bleibt.
Hw.
Alois Aßmayr war Pfarrer in Biberwier im Bistum Innsbruck.