Mittwoch, 28. November 2007 08:02
Papst Benedikt XVI. ernannte heute mittag für das Bistum Limburg einen neuen Diözesanbischof. Geht damit die Ära von Bischof Kamphaus
zuende oder nicht?
UPDATE


Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst
(kreuz.net) Heute mittag ernannte der Vatikan den neuen Bischof von Limburg.
Es handelt sich um den Weihbischof
von Münster, Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst (48).
Der ‘Evangelische Pressedienst’ berichtete gestern,
daß der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) keine Einwände gegen die Ernennung
von Mons. Tebartz-van Elst hat.
Das Einverständis der Landesregierungen von Hessen und Rheinland-Pfalz
ist nach dem Preußenkonkordat von 1929 eine Voraussetzung für die Ernennung des Limburger Bischofs.
Das Bistum Limburg liegt vorwiegend in Hessen.
Das Wahlprocedere in Limburg ist kompliziert. Zuerst muß
das Domkapitel dem Papst drei Kandidaten für den Posten des Diözesanbischofs vorschlagen.
Der Papst
ist aber an diese Auswahl nicht gebunden, sondern schickt eine aus diesen oder anderen Namen gebildete
Dreierliste an das Domkapitel zurück.
Dieses schreitet dann zur Wahl. Der Gewählte wird nach Zustimmung
der Ministerpräsidenten der Bistumsländer vom Papst ernannt.
Mons. Tebartz-van Elst ist mit 48 Jahren
der jüngste Diözesanbischof in Deutschland.
Der ausgebildete Pastoraltheologe gilt nach Angaben des
‘Evangelischen Pressedienstes’ als progressiv.
Der bisherige Bischof von Limburg, Mons. Franz Kamphaus
(75), war im Februar aus Altersgründen zurückgetreten.
Im Bistum Limburg wohnen – auf dem Papier –
682.000 Katholiken.
Zum Bistum gehören die Wirtschafts- und Bankenmetropole Frankfurt sowie die hessische
Landeshauptstadt Wiesbaden ebenso wie ländliche Regionen im Rheingau, Taunus, Westerwald und bei Wetzlar.
Mons. Tebartz-van Elst stammt aus einer Bauernfamilie.
© Bild: Pressefoto Bistum Münster