Mittwoch, 28. November 2007 19:43
Für die ‘Süddeutsche Zeitung’ ist klar, daß der neue Erzbischof von München, Mons. Reinhard Marx heißt. Der Prälat ist Rotarier und kein Freund der Homos.
(kreuz.net, München) Es ist schon längere vatikanische Politik, Bischofsernennung im voraus an die Öffentlichkeit
sickern zu lassen, um der eigentlichen Nominierung die Brisanz zu nehmen.
Das bewahrheitete sich auch
bei der heutigen Ernennung des
neuen Bischofs von Limburg.
Bei der Nachfolge des Erzbischofs von München,
Friedrich Kardinal Wetter, scheint der Vatikan ebenfalls dieser Strategie zu folgen.
Heute wußte die
‘Süddeutsche Zeitung’, daß der neue Erzbischof von München definitiv Mons. Reinhard Marx (54) sein
wird. Mons. Marx ist zur Zeit noch Bischof von Trier.
Nach Angaben der ‘Süddeutschen’ soll Mons. Marx
am Freitag ernannt werden.
Der zukünftige Erzbischof wurde am 21. September 1953 in der 20.000-Seelen-Stadt
Geseke geboren. Der Ort liegt zwanzig Kilometer südwestlich von Paderborn.
Mons. Marx wurde im Juni
1979 zum Priester der Diözese Paderborn geweiht. Er unterrichtete in Paderborn Christliche Gesellschaftslehre.
Im Juli 1996 wurde er zum Weihbischof seiner Heimatdiözese ernannt. Im Dezember 2001 zog Mons. Marx
als jüngster Diözesanbischof Deutschlands nach Trier.
Bischof Marx wird der erste Nicht-Bayer auf dem
Stuhl des Erzbischofs von München und Freising sein.
Nach Angabe der ‘Süddeutschen Zeitung’ stand er
nicht auf der Wunschliste des Münchner Domkapitels.
Dort wollte man angeblich den altprogressiven Bischof
von Stuttgart-Rottenburg, Mons. Gebhard Fürst, oder eine interne Lösung – etwa den stellvertretenden
Münchner Generalvikar Prälat Lorenz Wolf.
Die Ernennung von Mons. Marx sei in Kirchenkreisen eine Überraschung,
„aber keine unangenehme“ – so die ‘Süddeutsche’.
Bischof Marx gilt als umgänglich. Er soll keine Berührungsängste
gegenüber den Medien haben.
Kirchenpolitisch gilt er als linientreu. Er kann auch bei kirchlichen Mißständen –
wie im Fall des
von ihm suspendierten Priesters Gotthold Hasenhüttl – durchgreifen.
Auch sogenannte
Segnungsgottesdienste für Homo-Paarungen hat Mons. Marx in der Diözese Trier
strikt verboten.
Dagegen
ist er ein
klarer Feind der Alten Messe und Mitglied des
Rotarier-Clubs Paderborn.
Wann Mons. Marx nach
München wechseln wird, ist unklar. Er wird vorerst nicht im Erzbischöflichen Palais wohnen, weil dort
vorher renoviert werden soll.
Aber in Schwabing – ein Stadtteil im Norden Münchens – steht das Schloß
Suresnes auf dem Gelände der ‘Katholischen Akademie’ für den künftigen Bischof bereit.