Donnerstag, 29. November 2007 10:05
Frostiges Klima
Nach dem Erscheinen des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ organisierte der Stadtpfarrer von Altötting einen Vortrag gegen die Alte Messe. Doch der Schuß ging hinten raus.
Messe anläßlich der Initiativkreiswallfahrt nach Altötting.
Messe anläßlich der Initiativkreiswallfahrt nach Altötting.
(kreuz.net, Altötting) Schon kurz nach Erscheinen des päpstlichen Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe lud der Stiftspropst und Stadtpfarrer von Altöttinger, Prälat Günther Mandl (58), zu einem Vortrag.

Der Leiter des Seelsorgeamtes der Diözese Passau, Domkapitular Michael Bär, sollte zur Alten Messe sprechen.

Zu dem Vortrag erschienen ungefähr fünfzig Personen.

Domkapitular Bär legte auf einer Folie dar, daß die Heilige Messe im „außerordentlichen Ritus“ nicht in einer Pfarrkirche zelebriert werden dürfe und daß die Messe Pauls VI. selbstverständlich die ordentliche Form bleibe.

Im Anschluß daran betonte Stadtpfarrer Mandl, daß er seit Erscheinen von ‘Summorum Pontificum’ noch keine einzige Bitte für die Alte Messe erhalten habe.

Es gebe in seiner Pfarrei auch überhaupt keine entsprechende Nachfrage.

Gnadenkapelle von Altötting
Gnadenkapelle von Altötting
Von diesem Vortrag hörte eine Gruppe von Gläubigen, die sich Gedanken machte, ob die Feststellungen des Stadtpfarrers tatsächlich so richtig waren.

Es wurden etwa fünfzig Personen aus Altötting kontaktiert, die an den jährlich stattfindenden Wallfahrtsveranstaltungen der Organisation ‘Pro Sancta Ecclesia’ teilnehmen.

Vierzig von ihnen haben in der Zwischenzeit ein Ansuchen für die Alte Messe unterschrieben.

Sie sind nun gespannt, wie Stadtpfarrer Mandl reagieren wird.

Der Geistliche hat in der Tageszeitung ‘Passauer Neue Presse’ bekanntgegeben, daß er nur bereit sei, die Sieben-Schmerzen-Kapelle oder die im Friedhof gelegene Michaelskirche zur Verfügung zu stellen.

Beide Gotteshäuser sind im Winter sehr kalt und für ältere oder gehbehinderte Menschen nicht erreichbar.
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