Dienstag, 4. Dezember 2007 16:04
Auch in der ehemaligen DDR stirbt die Kirche. Aber man will dort immerhin den Mut haben, „sich selber zu bekennen und zu bejahen“.


Die Gläubigen wollen in der Liturgie Ordnung und Riten
(kreuz.net) Am 23. und 24. November versammelten sich im St.-Johannes-Haus in Cottbus die Vertreter der
Pfarrgemeinderäte des Bistums Görlitz.
Trotz vieler Probleme wollen sie optimistisch in die Zukunft
sehen. Das berichtete die Webseite des Bistums Görlitz.
Görlitz befindet sich in Sachsen und ist die
östlichste Stadt Deutschlands. Der Ort mit fast 60.000 Einwohnern liegt in der Oberlausitz an der Neiße,
die hier seit 1945 die Grenze zu Polen bildet.
Bei dem gut besuchten Treffen der Vertreter der Pfarrgemeinderäte
stellte sich auch Bischof Konrad Zdarsa (63) von Görlitz vor. Er wurde erst im Juni dieses Jahres konsekriert.
Die Anwesenden lobten bei der Zusammenkunft das Engagement der Pfarrer und beklagten, daß es in den
Gemeinden kaum noch Kinder- und Jugendgruppen gibt.
Spätestens mit dem Beginn der Berufsausbildung seien
viele junge Leute für die Gemeinde verloren – so einige Vertreter.
Der Grund für den schweren Mißstand:
Es liege an den Eltern, daß die Kinder nur selten oder gar nicht mehr in die Gemeinden kommen.
„Katechetisches
Entertainment“Mons. Zdarsa rief die Eltern darum zu einer „eucharistischen Erziehung“ der Kinder auf.
Der Bischof kritisierte auch bestimmte liturgische Entwicklungen.
Wenn aus dem Sonntagsgottesdienst
manchmal ein „katechetisches Entertainment“ werde oder der Geräuschpegel so hoch sei wie auf einem Spielplatz,
müsse man sich nicht wundern, wenn dies Traditionalisten auf den Plan rufe.
Der Bischof rief dazu auf,
auch in einer manchmal hoffnungslosen Situation mutig den Glauben zu bekennen.
Wichtig sei es, den Mut
zu haben, sich selbst zu bekennen und zu bejahen.
Die Gemeinden wollen nach vorn blicken – so die Webseite.
© Titelbild: Daniel Kedinger, CC